QR-Code

Obiger 2D-Barcode beinhaltet einen weisen Spruch. Ein Kamera-Handy mit entsprechender Software kann diesen Code, auch Tag genannt, fotografieren und den darin enthaltenen Code entschlüsseln. Wozu das gut sein soll? Stichwort 'Physical World Connection' (PWC). Tags verlinken sozusagen die physische Welt mit der digitalen Welt. Die Tags lassen sich überall aufdrucken. Beispiele:

Ein neuer Trend bahnt sich hier an - in Japan ist es längst üblich, die Tags an allen möglichen (und unmöglichen) Orten anzubringen. Auf folgender Seite sind weitere Anwendungsbereiche beschrieben: mobile-tagging. Auch barcodeblogger hat interessante Artikel zum Thema.

Es kann aber auch sinnvoll sein, ein Tag vom PC-Bildschirm abzufotografieren: Das Firefox-Add-On Mobile Barcoder setzt die URL der gerade angzeigten Seite in einen Barcode um und zeigt diesen an. Ich nutze dies, wenn ich mit dem Handy eine Internet-Seite abrufen will (z.B. für einen Programmdownload). Den Code zu fotografieren geht schneller, als die URL auf der winzigen Handy-Tastatur einzutippen.

Mit einem Online-Service von Kaywa können QR-Codes auch selbst generiert werden. Das Eingabefeld akzeptiert bis zu 250 Zeichen lange Texte. Gemäss Wikipedia beträgt die Kapazität der QR-Codes allerdings etwa 4 KB. Praktisch ist auch die Möglichkeit, eine SMS über diesen Dienst zu erstellen: Die Empfängernummer und den Text am PC erfassen, mit dem Handy scannen und Senden anwählen.

Nun zur Software, die das Handy erst befähigt, die Tags zu entschlüsseln: Auf meinem Nokia N73 habe ich I-Nigma und Kaywa Reader installiert.

I-Nigma benötigt leider einige Sekunden zum Aufstarten, was nerven kann, wenn man es eilig hat (z.B. Fahrplanabfrage). Der Kaywa Reader startet schnell, disqualifiziert sich aber meiner Meinung nach bei Tags, die eine URL enthalten: Die decodierte URL wird angezeigt - wählt man dann 'Website besuchen', wird zuerst eine Kaywa-Seite abgerufen, die dann wiederum einen Link auf die gewünschte Seite enthält. Dies ist einerseits datenschutzrechtlich bedenklich, da diese Firma alle 'vertagten' URLs speichern kann und andererseits entstehen mir durch den Abruf der unerwünschten Kaywa-Seite zusätzliche Mobilfunkkosten.

Abgesehen von den erwähnten kleinen Vorbehalten kann ich sowohl I-Nigma als auch Kaywa Reader empfehlen. Das Decodieren der Tags geschieht bei beiden Programmen unglaublich schnell: Meist muss man mit der Kamera ein Tag nur grob anvisieren, um ein Ergebnis zu erhalten - der Kameraauslöser muss nicht betätigt werden!

Kategorien:  Internet   |   Software   |   Tagging

Kommentar von Anonym   26.12.2007 23:30:47
manueller trackback: "In einem hervorragend recherchierten Artikel hat Rasch-Blog auf ein neues Phänomen hingewiesen: auf das Tagging. In Winterthur kann man zur Zeit..." http://economicgeek.wordpress.com/2007/12/26/tagging-everywhere/

Kommentar von Anonym   24.02.2008 11:25:49
Heise Online hat die Barcodes auch entdeckt: http://www.heise.de/newsticker/meldung/103747



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