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Der Internet-Musikladen allofmp3.com war kürzlich wieder in aller Munde, als bekannt wurde, dass einige Kreditkartenfirmen keine Zahlungen mehr für diese Firma akzeptieren. Eine freche Bevormundung der Kunden, fand ich, und suchte nach einer alternativen Bezahlmöglichkeit für den genialen Musikshop.

Es gibt diese Alternative: paysafecard.com. Über einen kleinen Umweg (paysafecard und xrost) lässt sich Bargeld zu einem Guthaben bei allofmp3 machen. Der Vorteil ist, dass keine Kreditkartendaten bekannt gegeben werden müssen. Man kauft also anonym ein und bleibt von nervender Werbung verschont.

So geht's:

Die paysafecard gibt's beispielsweise an Tankstellen in Deutschland (leider noch nicht in der Schweiz). Sie kann in Einheiten von EUR 10, 25, 50 oder 100 bezogen werden. Es handelt sich eigentlich nicht um eine Karte, denn man erhält einen einfachen Kassenzettelausdruck, auf dem der 16stellige PIN der paysafecard aufgedruckt ist.

Um diesen PIN nun zu virtuellem Geld zu machen, wähle ich auf xrost.biz SIGN UP, gebe beliebige Anmeldedaten ein (die E-Mail-Adresse muss nicht existieren), wähle als Bezahlsystem paysafecard und klicke auf den Betrag, den ich von paysafecard abbuchen möchte.

Achtung, es werden Dollars abgebucht. Das bedeutet: Wenn man $10 von einer EUR 10 paysafecard abbucht, bleiben zum aktuellen Wechselkurs EUR 2.12 Guthaben auf paysafecard übrig, die erst einlösbar sind, wenn man eine weitere paysafecard kauft. Bei xrost müssen nämlich mindestens $10 aufs Mal abgebucht werden, wobei aber mehrere paysafecards mit kleinerem Restguthaben kombiniert werden können.

Ich wähle also bei xrost den Betrag von $10 aus. Ich werde auf eine Seite von paysafecard weiter geleitet, wo ich den 16stelligen PIN eingebe. Es erscheint ein mit OK zu bestätigender Dialog und schliesslich werden iCard Pin und iCard Claim angegeben.

Um diese iCard wiederum zu einem Guthaben bei allofmp3 zu machen, eröffnet man dort ein Konto (auch hier muss die E-Mail-Adresse nicht existieren), wählt als Zahlungsmittel XROST Prepaid iCards und gibt PIN und Claim ID ein. Als Zückerchen addiert allofmp3 10 % zur Gutschrift - ich kann nun also für $11 Musik einkaufen.

Die rechtliche Situation habe ich schon in einem früheren Artikel beschrieben. Heise online bietet eine Zusammenfassung zum Thema an.

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MP3 aus Russland 11.07.2005

Der Musikindustrie (MI) ist die russische Seite www.allofmp3.com ein Dorn im Auge und deshalb mahnt sie Website-Betreiber ab, die auf diese Seite verlinken (Heise berichtete).

Offenbar ist AllofMP3 so gut, dass die MI meint, dagegen vorgehen zu müssen. Denn die Russen bieten in ihrem Webshop seit Jahren eine grosse Anzahl Songs im MP3-Format zu einem unschlagbaren Preis an.

Ist der MI eigentlich nicht klar, dass sie mit dieser Aktion beste Werbung für AllofMP3 machen? Siehe dazu Bartels Weblog.

Ausserdem ist es so, dass zwar ein Link zu einer illegalen Website eingeklagt werden kann, dass aber in diesem Fall die Rechtslage noch nicht klar ist: In Deutschland beispielsweise müssen die Gerichte noch entscheiden, in Russland hingegen ist dieser Webshop absolut legal. Der Spiegel hat auch einen Artikel zum Thema, getraut sich aber nicht, den Link zu nennen, sondern umschreibt ihn nur.

Ein Vergleich: Angenommen, ich kaufe in den Ferien im Ausland einen Souvenirartikel. Klar darf ich den mit nach Hause nehmen, solange die Einfuhr nicht verboten ist. Und die Einfuhr von MP3-Dateien ist nicht verboten! Das ist die andere Seite der Globalisierung - der Konsument kann dort einkaufen, wo es am günstigsten ist.

Interessante Gedanken zu Musikpiraterie, Bannerwerbung, Micropayment, Sammelleidenschaft und Vergütung an die Künstler gibt's bei Scottmccloud (englisch).

Update: siehe auch Folgeartikel

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Zürich zu Fuss 11.05.2005

Die Stadt Zürich bietet auf den Seiten Mobilität ist Kultur Hörspiele im MP3-Format an. Ausgerüstet mit einem Stadtplan von Zürich und einem MP3-Player wie z.B. dem iPod, auf den das Hörspiel geladen wird, lässt sich das Hörspiel quasi begehen. Player und Stadtplan können beim Hauptbahnhof auch ausgeliehen werden.

Hier noch der direkte Link zu den Hörspielen.

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Kopiersoftware 12.03.2005

Slysoft bietet ein empfehlenswertes Programm an, um Sicherheitskopien von kopier-/abspielgeschützten CDs und DVDs zu erstellen.

Wieso ich das erwähne? Weil ich es eine Zumutung finde, wie heute Musik-CDs mit einem Kopierschutz verkrüppelt werden, mit dem Effekt, dass sie auf vielen Abspielgeräten nicht mehr laufen.

Wir dürfen nicht akzeptieren, dass uns Konsumenten bei selbst gekauften Audio- und Videodatenträgern Einschränkungen auferlegt werden. Wenn ich eine CD fürs Auto kopieren will oder meine ganze CD-Sammlung auf meinem MP3-Player haben möchte, ist das doch meine Sache.

Uebrigens werden von Musik- und Filmindustrie bewusst Falschinformationen verbreitet. Erst kürzlich hat der Kassensturz festgehalten, dass in der Schweiz das Recht auf Kopie für den Privatgebrauch weiterhin gilt.

Zum Thema Kopierschutz und DRM (Digital Rights Management) empfehle ich diesen Artikel (PDF-Version) zu lesen.

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