Kategorie Geo (16 Artikel)
Angeregt durch einen Heise-Artikel, in dem aufgezeigt wird, dass die frei verfügbaren Karten von Openstreetmap (OSM) teilweise detaillierter sind als kommerzielle, habe ich Lust bekommen, am Geodaten-Projekt teilzunehmen.
Der Einstieg ist wirklich leicht: Ein Konto bei Openstreetmap zu erstellen dauert nur Minuten, anschliessend auf Edit klicken, Üben anwählen und schon kann's los gehen.
Es empfiehlt sich, den Primer zu lesen, wo erklärt wird, wie das Bearbeiten der Karten funktioniert. Auf der Seite Map-Features sind alle verfügbaren Tags aufgelistet.
Übrigens: Wie gut OSM im Vergleich zu Google Maps ist, zeigt sich bei geo.topf.org. OSM hat noch viele Lücken, aber in Ballungsgebieten ist man schon recht weit.
Das Faszinierende an OSM ist, dass tausende Personen daran arbeiten. Ich behaupte mal, dass jede(r) potenziell Verbesserungen an den Karten anbringen kann. So wird man als erstes Gebiete anschauen, die man gut kennt. Ich habe in Kürze eine fehlende Strasse ausgemacht und diese dann eingezeichnet.
Update 14.09.2008
Für die Schweiz gibt's erweiterte Dokumentation:
- http://wiki.openstreetmap.org/index.php/Category:Switzerland
- http://wiki.openstreetmap.org/index.php/Ch:Map_Features
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Nach den Flugbewegungen sind nun auch Bewegungen der Schweizer Eisenbahn im Internet zu beobachten: Swiss Trains.
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Zwei Informatikstudenten der ZHAW [1] haben eine faszinierende Internetapplikation programmiert: Auf Air Traffic können die Flugbewegungen um den Flughafen Zürich-Kloten in Echtzeit beobachtet werden. Die von einer Antenne auf dem Hochschulgebäude empfangenen Transponderdaten der Flugzeuge werden mit Google Maps dargestellt. Die Karte kann mit der Maus verschoben und verkleinert/vergrössert werden.
Wird ein Flugzeug angeklickt, öffnet sich ein Infofenster mit vielen Details wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Flugzeugtyp, Fluggesellschaft, Flugnummer, Abflug- und Zielflughafen, Abflug- und Ankunftszeit und sogar mit einem Foto genau der Maschine, die gerade in der Luft ist.
Diese Informationsfülle ist nur möglich dank Mashup, also dem Verknüpfen von Informationen aus verschiedenen Datenbanken über standardisierte Schnittstellen. Vorliegende Applikation verwendet Transponderdaten, Kartenmaterial, Flugpläne, Flugzeugtypendatenbanken usw.

Bei obigem Bild handelt es sich um ein animiertes GIF. Nachfolgend zu Dokumentationszwecken für mich selbst und für allfällige interessierte Leser eine Kurzbeschreibung, wie dieses Bild unter Linux entstand.
Als erstes über die bekannten Linux-Mechanismen die Programme scrot, imagemagick und gimp installieren.
Es müssen Screenshots der laufenden Web-Applikation gemacht werden. Mit dem Befehl watch -n 2 scrot wird alle zwei Sekunden der gesamte Bildschirminhalt im aktuellen Ordner als PNG gespeichert.
Folgender Befehl sucht im aktuellen Ordner alle png-Dateien, schneidet (mit dem convert-Befehl von ImageMagick) jeweils einen 500 mal 500 Pixel grossen Bereich ab Position 400,200 aus und speichert die Bilder im Unterordner sub.
find . -maxdepth 1 -iname '*.png' -print0 | xargs -0 -I {} convert -crop 500x500+400+200 {} sub/{}
Dann aus dem Ordner sub das erste Bild mit der rechten Maustaste anklicken und 'Öffnen mit GIMP wählen'. Wieso anschliessend nur der (kariert dargestellte) Alphakanal angezeigt wird, ist mir nicht klar, stört aber nicht weiter. Alle Bilddateien, die animiert werden sollen, markieren und auf das gerade mit Gimp geöffnete Bild ziehen. Evtl. muss jetzt in Gimp noch der Ebenen-Dialog eingeblendet werden (Tastenkombination Strg+L). Die Hintergrund-Ebene kann gelöscht werden. Die Bilder sollten jetzt in ungekehrter Reihenfolge im Ebenendialog aufgelistet sein, was wichtig ist, damit die GIF-Animation anschliessend richtig herum läuft.
Filter-Menü - Animation - Optimieren (für GIF) wählen. Das neu generierte Bild speichern z.B. als animation.gif. Im nächsten Dialog 'Als Animation speichern' wählen und auf Exportieren klicken. Im folgenden Dialog empfehle ich diese Einstellungen: Kumulative Ebenen (Kombinieren), den oben eingegebenen Übergang für alle Einzelbilder verwenden und eine Pause zwischen Einzelbildern (also die Animationsgeschwindigkeit) nach Bedarf. Das wär's!
Das GIF-Format eignet sich übrigens nicht für Fotos, sondern (da es nur 256 verschiedene Farben enthalten kann) am besten für schematische Darstellungen wie die gezeigte Landkarte.
(Firefox zeigt oben nur ein statisches Bild? about:config in der Adresszeile eingeben und image.animation_mode auf normal zurück setzen.)
| [1] | Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur |
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Die Stadt Zürich hat jetzt einen Stadtplan mit höher auflösenden Fotos als Google Maps! Nur schade, dass die Server dem Ansturm der Besucher zur Zeit nicht gewachsen sind.
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Eine andere Art, Google Earth zu erleben, bietet das 3D-Navigationsgerät Space Navigator von 3dconnexion.de.
Das Gerät wird via USB am PC angeschlossen. Windows-Treiber für Google Earth und für verschiedene 3D-Software liegen bei. Unter Linux funktioniert der Space Navigator zwar auch (Treiber und zwei Demoprogramme sind verfügbar), aber leider fehlt die Google Earth-Unterstützung noch.
Man fühlt sich fast wie ein Helikopterpilot beim Schweben über Wälder und Wiesen, beim Durchfliegen von Alpentälern und beim Anfliegen von interessanten Siedlungen und Städten. Der Space Navigator reagiert sehr präzise auf kleinste Bewegungen der Hand - möglich sind links, rechts, vor, zurück, drehen, kippen oder eine Kombination davon. Je nach eingesetzter Kraftdosis bewegt sich die Karte bzw. das 3D-Modell langsam oder schnell. Dank 479 Gramm Gewicht und Gummiuntersatz ist der Space Navigator erstaunlich rutschfest.
Fazit: Ein Muss für den Google Earth-Fan - der Space Navigator ist die knapp 90 Franken allemal wert. Dieses Gerät hat das Potenzial, mein Gadget des Jahres zu werden.
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