Kategorie Hardware (12 Artikel)

Nach dem 05.02.08 und 19.05.08 kann ich zum dritten Mal eine Vergrösserung meiner USB-Stick-Sammlung bekannt geben. Nicht weniger als 60 Sticks sind es, mit einer Gesamtkapazität von ungefähr 94 GB.
Der kleinste dieser Datenträger fasst gerade mal 16 MB, der grösste 8 GB. Der langsamste liest bzw. schreibt die Daten mit wesentlich weniger als 1 MB pro Sekunde, was für heutige Ansprüche unzumutbar ist. Die schnellsten hingegen kommen mit über 30 MB/s (zumindest beim Lesen) an Notebook-Festplatten heran. Alle Details gibt es hier: USB-Stick-Sammlung
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Das Display meines altbewährten Psion 5mx ist defekt. Eine Reparatur wollte ich nicht mehr vornehmen, da es längstens Zeit war, auf ein modernes Gerät zu wechseln.
Ich habe mich für ein Nokia Internet Tablet N810 (kurz NIT) entschieden.
Die gewaltigen technischen Fortschritte, die zwischen dem Psion und dem N810 liegen, verdeutlicht folgende Tabelle:
| Beschreibung | Psion 5mx | Nokia N810 |
|---|---|---|
| Baujahr | 1999 - 2002 | 2007 |
| Hauptspeicher | 16 MB | 128 MB |
| Prozessor-Takt | 36 MHz | 400 MHz |
| Bildschirmpixel | 640 x 240 | 800 x 480 |
| Bildschirmfarben | 16 Graustufen | 65000 Farben |
| Abmessungen | 172x89x24 mm | 128x72x14 mm |
| Gewicht | 365 g | 226 g |
| Laufzeit | 25 h | 4 - 10 h |
| Betriebssystem | Psion EPOC | Linux Maemo |
Der 5mx kann nur in wenigen Disziplinen punkten: Tastatur (das N810 hat wegen den kompakteren Massen weniger und kleinere Tasten), die Agenda, die Buchhaltungssoftware Money (Money ist allerdings kommerzielle Zusatzsoftware) und natürlich bei der Batterielaufzeit.
Das N810 integriert weitere Technologien, die der 5mx noch nicht kannte: USB 2.0, Bluetooth, WLAN, GPS, Kamera.
Die Vorteile, die ein offenes Betriebssystem wie Linux bietet (Maemo für das N810 basiert auf Debian-Linux), sind augenscheinlich:
Es ist einfach, Maemo zu verbessern und bestehende Debian-Pakete sowie Linux-Tools können mit recht wenig Aufwand nach Maemo portiert werden - ich war sehr erstaunt und erfreut, dass viele Programme, die ich auf dem N810 ausprobierte, auch auf meinem Ubuntu-PC verfügbar sind (Ubuntu ist auch Debian-basierend). Portable Software ist für mich besonders wichtig: Falls das N810 ausfallen sollte, kann ich mit den bestehenden Daten ab Backup auf dem PC weiter arbeiten. Beispiele für portierte Software: Gnumeric Spreadsheet, GPE-Calendar, GPE-Contacts, Maemopad+, Evince PDF-Reader, FBReader (E-Books), Xournal, NoteCase, MPlayer usw.
Maemo profitiert auch von der Vorarbeit, die unzählige Linux-Entwickler im Bereich Multimedia geleistet haben: Die meisten Videoformate können auf dem N810 abgespielt werden, auch Streaming übers Netz ist möglich.
Eine Notiz am Rande: Ich habe auch Nokias Betriebssystem S60 (z.B. Nokia N73) ausprobiert. Dies ist massivst abgeschottet, so dass man als Gelegenheitsentwickler kaum eine Chance hat, brauchbare Software zu entwickeln. So benötigt jeder, der Software entwickeln und diese dann anderen zur Verfügung stellen will, ein kostenpflichtiges Zertifikat von Nokia, das zum Signieren der Software dient. Programmfunktionen, die tief ins System eingreifen, können nur mit Einwilligung von Nokia genutzt werden, manche werden überhaupt nicht freigegeben.
Momentan bin ich am Ausprobieren der vielen Möglichkeiten des N810. Weitere Informationen liefere ich später in diesem Blog.
Abschliessend möchte ich noch auf die Grösse hinweisen. Unter einem 'Internet Tablet' stellte ich mir ein wesentlich grösseres Gerät vor, als es das N810 ist, bis ich es in der Hand hielt. Es findet sogar in der Gesässtasche der Jeans Platz. Folgendes Foto illustriert die Grössenverhältnisse - das N810 und der Psion wurden auf einem A4-Blatt platziert.

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Als die Leute von Spiegel Online Material für ihren Artikel über USB-Sticks suchten, stiessen sie auf meinen Blog-Artikel über die USB-Stick-Sammlung. Die Genehmigung für die Verwendung der beiden Fotos meiner Sammlung erteilte ich gerne.
Seit meinem ersten Artikel über die USB-Speicher ist meine Sammlung noch gewachsen, wie obiges Bild dokumentiert.
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Wenn du einen Magneten in die Nähe deiner Harddisk bringst, sind deine Daten futsch!
Nur Angstmacherei oder ist da was dran? Um die Wahrheit herauszufinden, nahme ich eine 10jährige IDE-Harddisk (Kapazität 2111 MB, lesen 9 MB/s, schreiben 4 MB/s) und schloss diese mit einem IDE-nach-USB-Konverter am USB-Anschluss des PC an.
Die Festplatte formatierte ich mit NTFS und liess das Windows-Programm H2testw die Disk analysieren. Wie erwartet gelang das Schreiben und Lesen fehlerlos.
Dann entfernte ich Strom und Datenkabel von der Disk und fuhr mit einem starken Dauermagnet (der Chefmagnet von Supermagnete.ch, siehe auch Blog-Artikel) einige Male über die silberfarbige Oberseite des Gehäuses und liess ihn auch kurz auf der Oberfläche liegen. Resultat: Die Daten konnten anschliessend fehlerfrei gelesen werden.
Beim zweiten Versuch fuhr ich mit dem Magnet für längere Zeit über sämtliche Flächen des Gehäuses, wobei ich den Kontakt mit der Platine vermied, um keine Leiterbahnen zu beschädigen. Wieder angeschlossen, machte die Festplatte verdächtige klackende Geräusche, was das Schlimmste vermuten liess. Tatsächlich brach der Lesevorgang von H2testw schon nach 65 MB mit einen CRC-Fehler ab. Es mussten also ein paar Bits gekippt sein...
Ich löschte die Testdaten ab der Disk und liess H2testw neue generieren. Keine untypischen Geräusche, der Schreibvorgang klappte einwandfrei. Beim Lesen dann eine Überraschung: Die Daten wurden nur noch mit mikrigen 19 KB/s gelesen - immerhin ohne Fehler. Nach 5 MB brach ich ab.
Eine Viertelstunde später löschte ich die Testdaten und startete die Analyse nochmals von vorne. Erstaunlich: Die Fremdmagnetisierung musste 'verflogen' sein, Schreiben/Lesen gelang ohne Fehler und mit gewohnter Geschwindigkeit.
Ich fand, dass ich mit dem Magnet näher an die Scheibe (und damit an die Daten) heran müsste. Dank geeignetem Werkzeug hatte ich das Festplattengehäuse nach wenigen Minuten geöffnet. Eine geöffnete Festplatte überlebt gewöhnlich nicht lange, da zwischen Lese-/Schreibkopf und Scheibe geratener Staub die Oberfläche beschädigt. Gespannt startete ich die Analyse: Schreiben - Ok! Lesen - Ok - nein, doch nicht - CRC-Fehler.
Da ich nun schon so weit gekommen war, entfernte ich die Harddisk nochmals von den Kabeln und hielt den Magnet ganz nah an die Scheibe, ohne sie jedoch zu berühren. Brauche ich zu erwähnen, dass dies der letzte Versuch war? Nun wollte das Klacken nicht mehr aufhören, der Lesekopf bewegte sich hilflos vor und zurück. Nach ein paar Minuten beendete ich das Trauerspiel. Game over.
Den Film von der geöffneten Harddisk habe ich auf youtube veröffentlicht.

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Ein richtiger Geek hat nicht nur eine Mousepad-Sammlung, sondern kann auch diverse USB-Sticks sein Eigen nennen.
Ich habe meine Sammlung fotografiert und jeden Stick mit Text versehen, der erscheint, wenn man mit der Maus darüber fährt.
Aufgeschreckt durch Berichte über gefälschte USB-Sticks habe ich meine Sticks mit dem Windows-Programm h2testw getestet. Drei wiesen Fehler beim Lesen der Daten auf. Besonders dreist ist der Fall beim in Leder eingebundenen Stick: Er meldet eine Kapazität von 2 GB und schreibt diese auch anstandslos. Werden nicht mehr als 1 GB Daten geschrieben, können diese wieder gelesen werden. Wehe aber, wenn man mehr als die Hälfte des Sticks vollschreibt: Diese Daten landen im Nirvana - das merkt man aber erst, wenn man wieder auf die Daten zugreifen will.
Mein Fazit, nach eigenen Erfahrungen und nach Berichten aus Online-Medien: Besonders gross ist die Gefahr, einen defekten/gefälschten USB-Stick zu erstehen, wenn man bei einem Super-Mega-Billig-Angebot zugreift, wenn es kein Markenhersteller ist bzw. der Stick unbeschriftet ist und wenn die Schreibrate sehr schlecht ist (weniger als 3 MB/s). Letzteres kann man leider erst nach dem Kauf feststellen.
Weiterführende Informationen:
- Datenverluste durch manipulierte USB-Sticks
- Emtec kündigt Austausch fehlerhafter USB-Sticks an
- Manipulierte USB-Sticks: Das Schwarzer-Peter-Spiel
- Wie massenhaft fehlerhafte USB-Sticks in den Handel geraten
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