Kategorie Hardware (14 Artikel)
Wenn du einen Magneten in die Nähe deiner Harddisk bringst, sind deine Daten futsch!
Nur Angstmacherei oder ist da was dran? Um die Wahrheit herauszufinden, nahme ich eine 10jährige IDE-Harddisk (Kapazität 2111 MB, lesen 9 MB/s, schreiben 4 MB/s) und schloss diese mit einem IDE-nach-USB-Konverter am USB-Anschluss des PC an.
Die Festplatte formatierte ich mit NTFS und liess das Windows-Programm H2testw die Disk analysieren. Wie erwartet gelang das Schreiben und Lesen fehlerlos.
Dann entfernte ich Strom und Datenkabel von der Disk und fuhr mit einem starken Dauermagnet (der Chefmagnet von Supermagnete.ch, siehe auch Blog-Artikel) einige Male über die silberfarbige Oberseite des Gehäuses und liess ihn auch kurz auf der Oberfläche liegen. Resultat: Die Daten konnten anschliessend fehlerfrei gelesen werden.
Beim zweiten Versuch fuhr ich mit dem Magnet für längere Zeit über sämtliche Flächen des Gehäuses, wobei ich den Kontakt mit der Platine vermied, um keine Leiterbahnen zu beschädigen. Wieder angeschlossen, machte die Festplatte verdächtige klackende Geräusche, was das Schlimmste vermuten liess. Tatsächlich brach der Lesevorgang von H2testw schon nach 65 MB mit einen CRC-Fehler ab. Es mussten also ein paar Bits gekippt sein...
Ich löschte die Testdaten ab der Disk und liess H2testw neue generieren. Keine untypischen Geräusche, der Schreibvorgang klappte einwandfrei. Beim Lesen dann eine Überraschung: Die Daten wurden nur noch mit mikrigen 19 KB/s gelesen - immerhin ohne Fehler. Nach 5 MB brach ich ab.
Eine Viertelstunde später löschte ich die Testdaten und startete die Analyse nochmals von vorne. Erstaunlich: Die Fremdmagnetisierung musste 'verflogen' sein, Schreiben/Lesen gelang ohne Fehler und mit gewohnter Geschwindigkeit.
Ich fand, dass ich mit dem Magnet näher an die Scheibe (und damit an die Daten) heran müsste. Dank geeignetem Werkzeug hatte ich das Festplattengehäuse nach wenigen Minuten geöffnet. Eine geöffnete Festplatte überlebt gewöhnlich nicht lange, da zwischen Lese-/Schreibkopf und Scheibe geratener Staub die Oberfläche beschädigt. Gespannt startete ich die Analyse: Schreiben - Ok! Lesen - Ok - nein, doch nicht - CRC-Fehler.
Da ich nun schon so weit gekommen war, entfernte ich die Harddisk nochmals von den Kabeln und hielt den Magnet ganz nah an die Scheibe, ohne sie jedoch zu berühren. Brauche ich zu erwähnen, dass dies der letzte Versuch war? Nun wollte das Klacken nicht mehr aufhören, der Lesekopf bewegte sich hilflos vor und zurück. Nach ein paar Minuten beendete ich das Trauerspiel. Game over.
Den Film von der geöffneten Harddisk habe ich auf youtube veröffentlicht.

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Ein richtiger Geek hat nicht nur eine Mousepad-Sammlung, sondern kann auch diverse USB-Sticks sein Eigen nennen.
Ich habe meine Sammlung fotografiert und jeden Stick mit Text versehen, der erscheint, wenn man mit der Maus darüber fährt.
Aufgeschreckt durch Berichte über gefälschte USB-Sticks habe ich meine Sticks mit dem Windows-Programm h2testw getestet. Drei wiesen Fehler beim Lesen der Daten auf. Besonders dreist ist der Fall beim in Leder eingebundenen Stick: Er meldet eine Kapazität von 2 GB und schreibt diese auch anstandslos. Werden nicht mehr als 1 GB Daten geschrieben, können diese wieder gelesen werden. Wehe aber, wenn man mehr als die Hälfte des Sticks vollschreibt: Diese Daten landen im Nirvana - das merkt man aber erst, wenn man wieder auf die Daten zugreifen will.
Mein Fazit, nach eigenen Erfahrungen und nach Berichten aus Online-Medien: Besonders gross ist die Gefahr, einen defekten/gefälschten USB-Stick zu erstehen, wenn man bei einem Super-Mega-Billig-Angebot zugreift, wenn es kein Markenhersteller ist bzw. der Stick unbeschriftet ist und wenn die Schreibrate sehr schlecht ist (weniger als 3 MB/s). Letzteres kann man leider erst nach dem Kauf feststellen.
Weiterführende Informationen:
- Datenverluste durch manipulierte USB-Sticks
- Emtec kündigt Austausch fehlerhafter USB-Sticks an
- Manipulierte USB-Sticks: Das Schwarzer-Peter-Spiel
- Wie massenhaft fehlerhafte USB-Sticks in den Handel geraten
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Einige der grössten Fehler, die unerfahrene Computernutzer begehen können:
- Das unsichere Outlook bzw. Outlook Express anstatt einem wesentlich sichereren Mailprogramm wie Thunderbird verwenden.
- Surfen: Internet Explorer anstatt den wesentlich flexibleren Firefox verwenden.
- Keine Datensicherungen machen und sich darauf verlassen, dass die Festplatte schon keinen Fehler machen wird.
- Die in Windows integrierte Dateiverschlüsselung verwenden und bei einem PC-Wechsel feststellen, dass die Dateien nicht mehr lesbar sind. Gratis-Alternative: TrueCrypt
- In Online-Shops Musik mit Restriktionen kaufen, die dazu führen, dass die Musik eines Tages nicht mehr abspielbar ist (anstatt auf das unproblematische mp3-Format zu setzen).
- Zu kurze Passwörter wählen und dasselbe Passwort mehrmals bei verschiedenen Diensten/Programmen verwenden.
- Passwörter auf dem PC speichern. Besser: Auf einem Gerät wie z.B. einem Handy verschlüsselt speichern. Noch besser: Auf einem Gerät ohne Netzwerkanbindung verschlüsselt speichern (Palm, Psion usw.).
- Den PC per Modem direkt ans Internet hängen anstatt einen NAT-Router zu verwenden.
- Für Antivirusprogramme Geld ausgeben oder gar keinen Virenschutz installieren, obwohl es doch kostenlose Antivirusprogramme gibt.
- Für Office-Programme Geld ausgeben, obwohl es kostenlose Alternativen gibt.
- Öffnen von per E-Mail zugeschickten Programmen.
- Zu leichtgläubig den in E-Mails enthaltenen Angaben vertrauen.
- Sicherheitsupdates nicht oder zu selten einspielen.
Bitte ergänzen...
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Eine andere Art, Google Earth zu erleben, bietet das 3D-Navigationsgerät Space Navigator von 3dconnexion.de.
Das Gerät wird via USB am PC angeschlossen. Windows-Treiber für Google Earth und für verschiedene 3D-Software liegen bei. Unter Linux funktioniert der Space Navigator zwar auch (Treiber und zwei Demoprogramme sind verfügbar), aber leider fehlt die Google Earth-Unterstützung noch.
Man fühlt sich fast wie ein Helikopterpilot beim Schweben über Wälder und Wiesen, beim Durchfliegen von Alpentälern und beim Anfliegen von interessanten Siedlungen und Städten. Der Space Navigator reagiert sehr präzise auf kleinste Bewegungen der Hand - möglich sind links, rechts, vor, zurück, drehen, kippen oder eine Kombination davon. Je nach eingesetzter Kraftdosis bewegt sich die Karte bzw. das 3D-Modell langsam oder schnell. Dank 479 Gramm Gewicht und Gummiuntersatz ist der Space Navigator erstaunlich rutschfest.
Fazit: Ein Muss für den Google Earth-Fan - der Space Navigator ist die knapp 90 Franken allemal wert. Dieses Gerät hat das Potenzial, mein Gadget des Jahres zu werden.
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Es war wieder einmal an der Zeit, einen neuen PC anzuschaffen. Hier mein Bericht.
Zuerst wollte ich mir einen PC mit AMD Athlon 64 X2-Prozessor selber zusammenstellen. Nach stundenlangem Blättern in Computerzeitschriften und Studium von Internetseiten entschied ich dennoch, ein Fertigsystem von Dell mit Intel Core 2 Duo E6400 zu kaufen.
Gründe: Dell hat meines Erachtens einen guten Ruf, einen komfortablen Webshop und liefert per UPS-Kurier nach Hause. Intel bietet meiner Meinung nach derzeit fürs gleiche Geld etwas schnellere Prozessoren.
Dell ist einer der führenden PC-Hersteller, bei dem es einige Besonderheiten zu beachten gilt:
- Die Dell-PC sind Legacy-Free, was bedeutet, dass es weder parallele noch serielle noch PS/2-Ports gibt. Maus, Tastatur und Drucker müssen per USB angeschlossen werden (mein Gerät hat hinten sechs, vorne zwei und an der Tastatur nochmals zwei USB-Anschlüsse).
- Auch IDE-Schnittstellen für interne Festplatten fehlen, es kommt die moderne SATA-Schnittstelle zum Einsatz.
- Für Freaks, die ihren PC gerne übertakten (Overclocking, OC), ist der Dell nicht geeignet, da das verwendete Phoenix-BIOS keine diesbezüglichen Einstellungen zulässt.
- Wechselnde Aktionen: Zur Zeit gibt Dell 100 Franken Online-Rabatt und liefert gratis einen MP3-Player mit 1 GB Speicher mit.
Der bestellte Dell Dimension 9200 wurde innert sechs Tagen geliefert. Er ist betriebsbereit inkl. installiertem und aktiviertem Windows XP Media Center Edition. Hier auch gleich meine Kritik am Webshop: Die Auswahlmöglichkeiten sind etwas beschränkt, denn ich hätte lieber auf Windows verzichtet, da ich ohnehin Linux installieren werde. Eine grössere Auswahl von Grafikkarten hätte ich mir auch gewünscht, doch dazu später mehr.
CPU und RAM: Mein Budget hätte für einen schnelleren Prozessor als den E6400 (2,13 GHz) gereicht. Da erfahrungsgemäss spätestens nach ein paar Jahren jeweils der Arbeitsspeicher zu klein wird, investierte ich das gesparte Geld lieber in satte 4 GB RAM. Mir ist bewusst, dass die 32-Bit-Versionen von Windows und Linux nur gut 3 GB des Speichers nutzen können - ich plane jedoch, 64-Bit-Linux (Ubuntu) zu nutzen. Davon werde ich in einem späteren Weblog-Artikel berichten.
Grafikkarte: Hier gab Dell die sehr flotte nVidia GeForce 7900GS mit 256 MB vor. Es stellte sich bald heraus, dass sie für meine Zwecke zu schnell und vor allem zu laut ist: Ich spiele auf dem PC kaum und kann daher auf aufwendige 3D-Funktionen verzichten. Die 7900GS wird bei ruhendem Desktop 50 - 52 Grad heiss und sobald sie etwas gefordert wird, dreht der Lüfter hoch und wird gut hörbar. Höchstwahrscheinlich werde ich die Grafikkarte gegen eine passiv gekühlte 7600GS austauschen.
Ein lüfterlose Grafikkarte passt ohnehin besser in den ansonsten sehr leise laufenden Dell 9200. Das liegt wohl am riesigen Kühlblech über dem Prozessor und dem ebenso grossen und gewöhnlich nicht hörbaren Lüfter, der die Wärme hinten aus dem PC hinaus bläst.
Festplatten: Es sind zwei 320 GB-Disks eingebaut, die per RAID 0 (Striping) zu einem Array von 640 GB verknüpft sind. Dies finde ich recht unsinnig, denn durch das gleichzeitige Schreiben auf zwei Disks ist das System zwar sehr schnell, aber wenn nur eine der zwei Disks ausfällt, sind alle Daten futsch! Bei der Linux-Installation werde ich folglich das Array aufheben.
CPU-Temperatur: Bei ruhendem Desktop wird der Prozessor nur 20 - 22 Grad warm. Ich habe als Stresstest zwei Instanzen von Prime95 (eine Instanz pro CPU-Kern) laufen lassen: Nach einer Stunde betrug die Prozessor-Temperatur 40 Grad, was absolut unkritisch ist.
Software: Für mich eigentlich nicht relevant, da ich nach Linux wechseln werde. Hier trotzdem ein paar Eindrücke: Windows XP Media Center ist eine feine Sache, wenn man den PC als Unterhaltungszentrale nutzen will (Filme schauen, Musik hören, Fotos verwalten). Nervig am vorliegenden System fand ich, dass alle Bildformate mit dem langsam startenden Corel Snapfire verknüpft sind, das einem jedes Mal nahelegt, die Plus-Version zu kaufen. Zum DVD brennen ist Roxio Creator LE - Dell Edition installiert, das auch wunderbar funktioniert.
Benchmarks
- Ich habe wahrscheinlich noch nie ein Windows-System so schnell starten gesehen - vom Drücken des Einschaltknopfes bis zum Moment, wo der Desktop auf den Mausklick reagiert, vergehen nur 35 Sekunden.
- Beim 3DMark06 erreicht mein System 4198 Punkte. Im Detail: 1656 bei SM2.0, 1648 bei HDR/SM3.0, 1852 bei CPU.
- PC Wizard Version 1.713 weist für mein System ein Rating von 3022 Punkten aus.
Update
Wie oben angekündigt, habe ich die mir zu laute Grafikkarte nVidia GeForce 7900GS ersetzt. Die Asus EN7600GS Silent ist lüfterlos. Als erstes fällt angenehm auf, dass nun mein Computersystem sehr leise arbeitet. Und hier kommt das Aber: Die 7600er wird schon bei ruhendem Desktop 70 Grad warm und erhitzt sich während dem 3DMark06-Benchmark auf 82 Grad. Das ist zwar heiss, aber nach meinen Informationen noch kein Grund zur Besorgnis.
Interessant: Unter Linux scheint die Grafikkarte weniger heiss zu werden, nämlich etwa 56 Grad. Mehr zu Linux in diesem Artikel: 2007-02-17.
Erwartungsgemäss gibt es jetzt beim 3DMark06 wesentlich weniger, nämlich nur noch 2253 Punkte. Im Detail: 875 bei SM2.0, 776 bei HDR/SM3.0, 1868 bei CPU. PC Wizard: 2866 Punkte.
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