Kategorie Internet (55 Artikel)


Google-Ketten 01.02.2008

Bei Google-Ketten (auch Google Chains) handelt es sich um eine lustige Spielerei mit der Suchmaschine. Man gibt beispielsweise den Text (inkl. doppelten Anführungs- und Schlusszeichen) «ist besser als» ein und wählt aus den Suchresultaten eines aus, z.B. «Vorsicht ist besser als Nachsicht». Um die Steigerung zu finden, ersetzt man das letzte durch das erste Wort, sucht also nach «ist besser als Vorsicht». Das geht so weiter bis man keine Fundstellen mehr erhält.

Dreizeiler:

Vorsicht ist besser als Nachsicht
Einsicht ist besser als Vorsicht
Weitsicht ist besser als Einsicht

Achtzeiler:

Fussball ist wichtiger als Sex
Schule ist wichtiger als Fussball
Feiern ist wichtiger als Schule
Gesundheit ist wichtiger als Feiern
Freiheit ist wichtiger als Gesundheit
Der Fernseher ist wichtiger als Freiheit
Der Computer ist wichtiger als der Fernseher
Der Mensch ist wichtiger als der Computer

Elfzeiler:

Kaffee ist besser als Tee
Wasser ist besser als Kaffee
Bier ist besser als Wasser
Wein ist besser als Bier
Liebe ist besser als Wein
Konsum ist besser als Liebe
Sex ist besser als Konsum
Schokolade ist besser als Sex
Obst ist besser als Schokolade
Gemüse ist besser als Obst
Rohkost ist besser als Gemüse

Zwölfzeiler:

Kaffee ist besser als Tee
Wasser ist besser als Kaffee
Bier ist besser als Wasser
Wein ist besser als Bier
Liebe ist besser als Wein
Konsum ist besser als Liebe
Freundschaft ist besser als Konsum
Vertrauen ist besser als Freundschaft
Wissen ist besser als Vertrauen
Handeln ist besser als Wissen
Denken ist besser als Handeln
Fühlen ist besser als Denken

Wer schafft noch längere (sinnvolle) Ketten?

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Sprücheklopfer 06.01.2008

Mit Brabbelgenerator biete ich schon länger einen automatischen Sprücheklopfer an. Eben entdeckte ich eine Seite, wo die generierten Nonsense-Phrasen auch ausgesprochen werden: Klopfomat (benötigt Flash). Hörenswert!

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QR-Code

Obiger 2D-Barcode beinhaltet einen weisen Spruch. Ein Kamera-Handy mit entsprechender Software kann diesen Code, auch Tag genannt, fotografieren und den darin enthaltenen Code entschlüsseln. Wozu das gut sein soll? Stichwort 'Physical World Connection' (PWC). Tags verlinken sozusagen die physische Welt mit der digitalen Welt. Die Tags lassen sich überall aufdrucken. Beispiele:

Ein neuer Trend bahnt sich hier an - in Japan ist es längst üblich, die Tags an allen möglichen (und unmöglichen) Orten anzubringen. Auf folgender Seite sind weitere Anwendungsbereiche beschrieben: mobile-tagging. Auch barcodeblogger hat interessante Artikel zum Thema.

Es kann aber auch sinnvoll sein, ein Tag vom PC-Bildschirm abzufotografieren: Das Firefox-Add-On Mobile Barcoder setzt die URL der gerade angzeigten Seite in einen Barcode um und zeigt diesen an. Ich nutze dies, wenn ich mit dem Handy eine Internet-Seite abrufen will (z.B. für einen Programmdownload). Den Code zu fotografieren geht schneller, als die URL auf der winzigen Handy-Tastatur einzutippen.

Mit einem Online-Service von Kaywa können QR-Codes auch selbst generiert werden. Das Eingabefeld akzeptiert bis zu 250 Zeichen lange Texte. Gemäss Wikipedia beträgt die Kapazität der QR-Codes allerdings etwa 4 KB. Praktisch ist auch die Möglichkeit, eine SMS über diesen Dienst zu erstellen: Die Empfängernummer und den Text am PC erfassen, mit dem Handy scannen und Senden anwählen.

Nun zur Software, die das Handy erst befähigt, die Tags zu entschlüsseln: Auf meinem Nokia N73 habe ich I-Nigma und Kaywa Reader installiert.

I-Nigma benötigt leider einige Sekunden zum Aufstarten, was nerven kann, wenn man es eilig hat (z.B. Fahrplanabfrage). Der Kaywa Reader startet schnell, disqualifiziert sich aber meiner Meinung nach bei Tags, die eine URL enthalten: Die decodierte URL wird angezeigt - wählt man dann 'Website besuchen', wird zuerst eine Kaywa-Seite abgerufen, die dann wiederum einen Link auf die gewünschte Seite enthält. Dies ist einerseits datenschutzrechtlich bedenklich, da diese Firma alle 'vertagten' URLs speichern kann und andererseits entstehen mir durch den Abruf der unerwünschten Kaywa-Seite zusätzliche Mobilfunkkosten.

Abgesehen von den erwähnten kleinen Vorbehalten kann ich sowohl I-Nigma als auch Kaywa Reader empfehlen. Das Decodieren der Tags geschieht bei beiden Programmen unglaublich schnell: Meist muss man mit der Kamera ein Tag nur grob anvisieren, um ein Ergebnis zu erhalten - der Kameraauslöser muss nicht betätigt werden!

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Zwei Informatikstudenten der ZHAW [1] haben eine faszinierende Internetapplikation programmiert: Auf Air Traffic können die Flugbewegungen um den Flughafen Zürich-Kloten in Echtzeit beobachtet werden. Die von einer Antenne auf dem Hochschulgebäude empfangenen Transponderdaten der Flugzeuge werden mit Google Maps dargestellt. Die Karte kann mit der Maus verschoben und verkleinert/vergrössert werden.

Wird ein Flugzeug angeklickt, öffnet sich ein Infofenster mit vielen Details wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Flugzeugtyp, Fluggesellschaft, Flugnummer, Abflug- und Zielflughafen, Abflug- und Ankunftszeit und sogar mit einem Foto genau der Maschine, die gerade in der Luft ist.

Diese Informationsfülle ist nur möglich dank Mashup, also dem Verknüpfen von Informationen aus verschiedenen Datenbanken über standardisierte Schnittstellen. Vorliegende Applikation verwendet Transponderdaten, Kartenmaterial, Flugpläne, Flugzeugtypendatenbanken usw.

Flugbewegungen

Bei obigem Bild handelt es sich um ein animiertes GIF. Nachfolgend zu Dokumentationszwecken für mich selbst und für allfällige interessierte Leser eine Kurzbeschreibung, wie dieses Bild unter Linux entstand.

Als erstes über die bekannten Linux-Mechanismen die Programme scrot, imagemagick und gimp installieren.

Es müssen Screenshots der laufenden Web-Applikation gemacht werden. Mit dem Befehl watch -n 2 scrot wird alle zwei Sekunden der gesamte Bildschirminhalt im aktuellen Ordner als PNG gespeichert.

Folgender Befehl sucht im aktuellen Ordner alle png-Dateien, schneidet (mit dem convert-Befehl von ImageMagick) jeweils einen 500 mal 500 Pixel grossen Bereich ab Position 400,200 aus und speichert die Bilder im Unterordner sub.

find . -maxdepth 1 -iname '*.png' -print0 | xargs -0 -I {} convert -crop 500x500+400+200 {} sub/{}

Dann aus dem Ordner sub das erste Bild mit der rechten Maustaste anklicken und 'Öffnen mit GIMP wählen'. Wieso anschliessend nur der (kariert dargestellte) Alphakanal angezeigt wird, ist mir nicht klar, stört aber nicht weiter. Alle Bilddateien, die animiert werden sollen, markieren und auf das gerade mit Gimp geöffnete Bild ziehen. Evtl. muss jetzt in Gimp noch der Ebenen-Dialog eingeblendet werden (Tastenkombination Strg+L). Die Hintergrund-Ebene kann gelöscht werden. Die Bilder sollten jetzt in ungekehrter Reihenfolge im Ebenendialog aufgelistet sein, was wichtig ist, damit die GIF-Animation anschliessend richtig herum läuft.

Filter-Menü - Animation - Optimieren (für GIF) wählen. Das neu generierte Bild speichern z.B. als animation.gif. Im nächsten Dialog 'Als Animation speichern' wählen und auf Exportieren klicken. Im folgenden Dialog empfehle ich diese Einstellungen: Kumulative Ebenen (Kombinieren), den oben eingegebenen Übergang für alle Einzelbilder verwenden und eine Pause zwischen Einzelbildern (also die Animationsgeschwindigkeit) nach Bedarf. Das wär's!

Das GIF-Format eignet sich übrigens nicht für Fotos, sondern (da es nur 256 verschiedene Farben enthalten kann) am besten für schematische Darstellungen wie die gezeigte Landkarte.

(Firefox zeigt oben nur ein statisches Bild? about:config in der Adresszeile eingeben und image.animation_mode auf normal zurück setzen.)

[1]Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur

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Den Heim-PC vom Büro aus fernsteuern, als ob man davor sitzen würde, und das erst noch über eine gesicherte (verschlüsselte) Übertragung? Dies klappt erstaunlich gut mit NX von der Firma NoMachine.

Mein Ziel war es, mit dem Windows XP-PC im Büro (Client) auf den unter Ubuntu 7.04 32bit (Feisty) laufenden PC zuhause (Server) zuzugreifen.

Vorteile von NX gegenüber anderen Protokollen wie VNC oder RDP:

Einrichten auf dem Server (nachfolgend Heim-PC genannt)

Einrichten auf dem Client (nachfolgend Büro-PC genannt)

Erweiterung 1

Falls auf dem Heim-PC gerade ein Familienmitglied, sagen wir die Ehefrau, eingeloggt ist, kann sogar auf ihre Sitzung zugegriffen werden (sofern sie per Mausklick zustimmt!).

Erweiterung 2

Ich habe einen weiteren PC (nachfolgend Computer genannt) im Heimnetzwerk und möchte ab und zu auch auf diesen zugreifen. Er soll aber nicht dauernd laufen, um Strom zu sparen. Das geht mit Wake on LAN (WOL):

Fazit

Eine ADSL-Leitung ist heute genug schnell, um eine grafische Benutzeroberfläche übers Internet fernbedienen zu können. NX bietet sich an, weil es einfach zu installieren und kostenlos ist.

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