Kategorie Internet (55 Artikel)
Bei Google-Ketten (auch Google Chains) handelt es sich um eine lustige Spielerei mit der Suchmaschine. Man gibt beispielsweise den Text (inkl. doppelten Anführungs- und Schlusszeichen) «ist besser als» ein und wählt aus den Suchresultaten eines aus, z.B. «Vorsicht ist besser als Nachsicht». Um die Steigerung zu finden, ersetzt man das letzte durch das erste Wort, sucht also nach «ist besser als Vorsicht». Das geht so weiter bis man keine Fundstellen mehr erhält.
Dreizeiler:
Vorsicht ist besser als NachsichtEinsicht ist besser als VorsichtWeitsicht ist besser als Einsicht
Achtzeiler:
Fussball ist wichtiger als SexSchule ist wichtiger als FussballFeiern ist wichtiger als SchuleGesundheit ist wichtiger als FeiernFreiheit ist wichtiger als GesundheitDer Fernseher ist wichtiger als FreiheitDer Computer ist wichtiger als der FernseherDer Mensch ist wichtiger als der Computer
Elfzeiler:
Kaffee ist besser als TeeWasser ist besser als KaffeeBier ist besser als WasserWein ist besser als BierLiebe ist besser als WeinKonsum ist besser als LiebeSex ist besser als KonsumSchokolade ist besser als SexObst ist besser als SchokoladeGemüse ist besser als ObstRohkost ist besser als Gemüse
Zwölfzeiler:
Kaffee ist besser als TeeWasser ist besser als KaffeeBier ist besser als WasserWein ist besser als BierLiebe ist besser als WeinKonsum ist besser als LiebeFreundschaft ist besser als KonsumVertrauen ist besser als FreundschaftWissen ist besser als VertrauenHandeln ist besser als WissenDenken ist besser als HandelnFühlen ist besser als Denken
Wer schafft noch längere (sinnvolle) Ketten?
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Mit Brabbelgenerator biete ich schon länger einen automatischen Sprücheklopfer an. Eben entdeckte ich eine Seite, wo die generierten Nonsense-Phrasen auch ausgesprochen werden: Klopfomat (benötigt Flash). Hörenswert!
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Obiger 2D-Barcode beinhaltet einen weisen Spruch. Ein Kamera-Handy mit entsprechender Software kann diesen Code, auch Tag genannt, fotografieren und den darin enthaltenen Code entschlüsseln. Wozu das gut sein soll? Stichwort 'Physical World Connection' (PWC). Tags verlinken sozusagen die physische Welt mit der digitalen Welt. Die Tags lassen sich überall aufdrucken. Beispiele:
- Zusatzinfos zu einem gekauften Produkt online abrufen, ohne erst den PC starten und eine URL eingeben zu müssen.
- Aufdruck auf Visitenkarten, damit der Geschäftspartner die Kontaktdaten nicht abtippen muss - fotografieren genügt.
- Tags in der Zeitung, um vertiefende Informationen zu einem Artikel im Internet abzurufen.
Ein neuer Trend bahnt sich hier an - in Japan ist es längst üblich, die Tags an allen möglichen (und unmöglichen) Orten anzubringen. Auf folgender Seite sind weitere Anwendungsbereiche beschrieben: mobile-tagging. Auch barcodeblogger hat interessante Artikel zum Thema.
Es kann aber auch sinnvoll sein, ein Tag vom PC-Bildschirm abzufotografieren: Das Firefox-Add-On Mobile Barcoder setzt die URL der gerade angzeigten Seite in einen Barcode um und zeigt diesen an. Ich nutze dies, wenn ich mit dem Handy eine Internet-Seite abrufen will (z.B. für einen Programmdownload). Den Code zu fotografieren geht schneller, als die URL auf der winzigen Handy-Tastatur einzutippen.
Mit einem Online-Service von Kaywa können QR-Codes auch selbst generiert werden. Das Eingabefeld akzeptiert bis zu 250 Zeichen lange Texte. Gemäss Wikipedia beträgt die Kapazität der QR-Codes allerdings etwa 4 KB. Praktisch ist auch die Möglichkeit, eine SMS über diesen Dienst zu erstellen: Die Empfängernummer und den Text am PC erfassen, mit dem Handy scannen und Senden anwählen.
Nun zur Software, die das Handy erst befähigt, die Tags zu entschlüsseln: Auf meinem Nokia N73 habe ich I-Nigma und Kaywa Reader installiert.
I-Nigma benötigt leider einige Sekunden zum Aufstarten, was nerven kann, wenn man es eilig hat (z.B. Fahrplanabfrage). Der Kaywa Reader startet schnell, disqualifiziert sich aber meiner Meinung nach bei Tags, die eine URL enthalten: Die decodierte URL wird angezeigt - wählt man dann 'Website besuchen', wird zuerst eine Kaywa-Seite abgerufen, die dann wiederum einen Link auf die gewünschte Seite enthält. Dies ist einerseits datenschutzrechtlich bedenklich, da diese Firma alle 'vertagten' URLs speichern kann und andererseits entstehen mir durch den Abruf der unerwünschten Kaywa-Seite zusätzliche Mobilfunkkosten.
Abgesehen von den erwähnten kleinen Vorbehalten kann ich sowohl I-Nigma als auch Kaywa Reader empfehlen. Das Decodieren der Tags geschieht bei beiden Programmen unglaublich schnell: Meist muss man mit der Kamera ein Tag nur grob anvisieren, um ein Ergebnis zu erhalten - der Kameraauslöser muss nicht betätigt werden!
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Zwei Informatikstudenten der ZHAW [1] haben eine faszinierende Internetapplikation programmiert: Auf Air Traffic können die Flugbewegungen um den Flughafen Zürich-Kloten in Echtzeit beobachtet werden. Die von einer Antenne auf dem Hochschulgebäude empfangenen Transponderdaten der Flugzeuge werden mit Google Maps dargestellt. Die Karte kann mit der Maus verschoben und verkleinert/vergrössert werden.
Wird ein Flugzeug angeklickt, öffnet sich ein Infofenster mit vielen Details wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Flugzeugtyp, Fluggesellschaft, Flugnummer, Abflug- und Zielflughafen, Abflug- und Ankunftszeit und sogar mit einem Foto genau der Maschine, die gerade in der Luft ist.
Diese Informationsfülle ist nur möglich dank Mashup, also dem Verknüpfen von Informationen aus verschiedenen Datenbanken über standardisierte Schnittstellen. Vorliegende Applikation verwendet Transponderdaten, Kartenmaterial, Flugpläne, Flugzeugtypendatenbanken usw.

Bei obigem Bild handelt es sich um ein animiertes GIF. Nachfolgend zu Dokumentationszwecken für mich selbst und für allfällige interessierte Leser eine Kurzbeschreibung, wie dieses Bild unter Linux entstand.
Als erstes über die bekannten Linux-Mechanismen die Programme scrot, imagemagick und gimp installieren.
Es müssen Screenshots der laufenden Web-Applikation gemacht werden. Mit dem Befehl watch -n 2 scrot wird alle zwei Sekunden der gesamte Bildschirminhalt im aktuellen Ordner als PNG gespeichert.
Folgender Befehl sucht im aktuellen Ordner alle png-Dateien, schneidet (mit dem convert-Befehl von ImageMagick) jeweils einen 500 mal 500 Pixel grossen Bereich ab Position 400,200 aus und speichert die Bilder im Unterordner sub.
find . -maxdepth 1 -iname '*.png' -print0 | xargs -0 -I {} convert -crop 500x500+400+200 {} sub/{}
Dann aus dem Ordner sub das erste Bild mit der rechten Maustaste anklicken und 'Öffnen mit GIMP wählen'. Wieso anschliessend nur der (kariert dargestellte) Alphakanal angezeigt wird, ist mir nicht klar, stört aber nicht weiter. Alle Bilddateien, die animiert werden sollen, markieren und auf das gerade mit Gimp geöffnete Bild ziehen. Evtl. muss jetzt in Gimp noch der Ebenen-Dialog eingeblendet werden (Tastenkombination Strg+L). Die Hintergrund-Ebene kann gelöscht werden. Die Bilder sollten jetzt in ungekehrter Reihenfolge im Ebenendialog aufgelistet sein, was wichtig ist, damit die GIF-Animation anschliessend richtig herum läuft.
Filter-Menü - Animation - Optimieren (für GIF) wählen. Das neu generierte Bild speichern z.B. als animation.gif. Im nächsten Dialog 'Als Animation speichern' wählen und auf Exportieren klicken. Im folgenden Dialog empfehle ich diese Einstellungen: Kumulative Ebenen (Kombinieren), den oben eingegebenen Übergang für alle Einzelbilder verwenden und eine Pause zwischen Einzelbildern (also die Animationsgeschwindigkeit) nach Bedarf. Das wär's!
Das GIF-Format eignet sich übrigens nicht für Fotos, sondern (da es nur 256 verschiedene Farben enthalten kann) am besten für schematische Darstellungen wie die gezeigte Landkarte.
(Firefox zeigt oben nur ein statisches Bild? about:config in der Adresszeile eingeben und image.animation_mode auf normal zurück setzen.)
| [1] | Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur |
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Den Heim-PC vom Büro aus fernsteuern, als ob man davor sitzen würde, und das erst noch über eine gesicherte (verschlüsselte) Übertragung? Dies klappt erstaunlich gut mit NX von der Firma NoMachine.
Mein Ziel war es, mit dem Windows XP-PC im Büro (Client) auf den unter Ubuntu 7.04 32bit (Feisty) laufenden PC zuhause (Server) zuzugreifen.
Vorteile von NX gegenüber anderen Protokollen wie VNC oder RDP:
- Schnelligkeit durch Komprimierung und Zwischenspeicherung (Caching)
- Verschlüsselte Übertragung via SSH
Einrichten auf dem Server (nachfolgend Heim-PC genannt)
- Die NX-Serverapplikation ist in der kostenlosen Variante nutzungsbeschränkt. Da allerdings die Basisbibliotheken von NX mit Quelltext freigegeben wurden, konnte die Community mit FreeNX eine offene Variante des Servers entwickeln.
- Unter Linux Paketquellen hinzufügen gemäss Anleitung im FreeNX-Wiki, dann den Serverteil installieren: apt-get install freenx
- Um durch den Zwangs-Proxy im Geschäft zu kommen, verwende ich den Standard-Port für HTTPS-Verbindungen (443): Dazu wird in /etc/ssh/sshd_config der Port 22 auf 443 geändert und in /etc/nxserver/node.conf das # vor SSHD_PORT entfernt und die 22 durch 443 ersetzt. Durch /etc/init.d/ssh restart werden die Änderungen wirksam.
- Da ich einen NAT-Router verwende, musste das Portforwarding eingerichtet werden: Vom Internet eingehender Verkehr auf Port 443 weiterleiten an die interne IP-Adresse des Linux-PC, Port 443.
Einrichten auf dem Client (nachfolgend Büro-PC genannt)
- Der NX-Client ist für viele Betriebssysteme kostenlos verfügbar.
- Ich verwende den NX Client for Windows Version 3.0.0-78.
- Verbindungskonfiguration: IP-Adresse des Heim-PC (oder Hostname, wenn DynDNS verwendet wird), Port 443, Desktop: Unix/Custom/Run the following command /usr/bin/gnome-session, Proxy: Zwangsproxy-Einstellungen wie im Web-Browser. Anstatt gnome-session kann auch xfce4-session verwendet werden: xfce ist ein schlanker, empfehlenswerter Windowmanager, der mittels apt-get install xfce4 installiert wird.
Erweiterung 1
Falls auf dem Heim-PC gerade ein Familienmitglied, sagen wir die Ehefrau, eingeloggt ist, kann sogar auf ihre Sitzung zugegriffen werden (sofern sie per Mausklick zustimmt!).
- Dazu muss als erstes XVNC installiert werden (apt-get install xvncviewer).
- Sie muss die Funktion aktivieren unter System-Menü - Einstellungen - Entfernter Desktop - Anderen Benutzern erlauben, Ihren Desktop anzuzeigen.
- Sie sollte den 3D-Fenstermanager (Beryl/Compiz) abschalten, da sonst der Bildschirminhalt nicht korrekt aktualisiert wird: System-Menü - Einstellungen - Desktop-Effekte.
- Ich führe (auf dem Heim-PC) in einem Terminal-Fenster xvncviewer localhost:0 aus, worauf sie aufgefordert wird, meinen Zugriff per Mausklick zu bestätigen.
- Anschliessend können wir gleichzeitig auf dem Desktop hantieren. Achtung: Damit stets klar ist, wer gerade die Maus bedienen darf, führt man am besten parallel ein Telefongespräch miteinander... ;-)
Erweiterung 2
Ich habe einen weiteren PC (nachfolgend Computer genannt) im Heimnetzwerk und möchte ab und zu auch auf diesen zugreifen. Er soll aber nicht dauernd laufen, um Strom zu sparen. Das geht mit Wake on LAN (WOL):
- Im BIOS des aufzuweckenden Computers WOL aktivieren.
- MAC-Adresse der Netzwerkkarte des Computers notieren: Unter Linux ifconfig, unter Windows ipconfig /all ausführen. Beispiel einer MAC-Adresse: 00:08:26:19:C2:D3.
- Vom Büro-PC aus auf dem Heim-PC mit dem NX-Client wie oben beschrieben einloggen.
- Auf dem Heim-PC WOL installieren mit apt-get install wakeonlan.
- Beispielbefehl zum Starten des Computers: wakeonlan 00:08:26:19:C2:D3
- Nach 1 - 2 Minuten per ping-Befehl überprüfen, ob der Computer schon bereit ist.
- Anschliessend kann mittels VNC, RDP oder SSH auf den Computer zugegriffen werden.
- Um Datenverschlüsselung muss ich mich nicht kümmern, da die Daten nur zwischen den beiden Rechnern im geschützten Heimnetzwerk fliessen. Einzig die Bildschirminhalte vom Heim-PC zum Büro-PC gehen (per NX-Protokoll) übers Internet, und hier ist alles SSH-verschlüsselt.
Fazit
Eine ADSL-Leitung ist heute genug schnell, um eine grafische Benutzeroberfläche übers Internet fernbedienen zu können. NX bietet sich an, weil es einfach zu installieren und kostenlos ist.
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