Kategorie Linux (8 Artikel)


Ubuntu-Webserver 26.11.2005

Mein unter Debian/Knoppix laufender Webserver lief etwa zwei Jahre problemlos und fast ohne Ausfälle (da waren einige Stromausfälle wegen überlasteter Sicherung...). Als ich PostgreSQL 8.0 installieren wollte, hatte das System Abhängigkeitsprobleme mit anderen Komponenten. Ich wollte nicht lange daran herum basteln und war in der Zwischenzeit ohnehin Fan der Linux-Distribution Ubuntu geworden. Ich entschloss mich, die Maschine mit Ubuntu 5.10 (Breezy Badger) von Grund auf neu zu installieren. Gestern war es soweit. Hier mein Erfahrungsbericht:

Sicherung der bestehenden Daten: 1. Zope-Daten per Weboberfläche exportieren und auf meinen Windows-PC downloaden. 2. Webserver mit der Acronis TrueImage-CD booten und Image der Boot- und Datenpartition auf die externe USB-Harddisk sichern. Um mit dem Windows-PC jederzeit auf die Daten des alten Webservers zugreifen zu können, installierte ich DSL 2.0 (Damn Small Linux) unter VMWare, legte zwei zusätzliche Disks an, bootete TrueImage unter VMWare und spielte die beiden Linux-Images auf diese Disks zurück. Schliesslich mountete ich diese Disks noch und konfigurierte Netzwerk und SSH der virtuellen Maschine. Mit WinSCP habe ich nun bequemen Zugriff auf die Dateien des alten Webservers.

Ubuntu-Installation: Mir ist bewusst, dass es eine spezielle Server-Variante von Ubuntu gibt. Die wählte ich nicht, da sie Zope bereits enthält - ich übersetze Zope lieber selber ab Quellcode. Ich lud also die Desktop-Version herunter und brannte sie auf eine CD. Mit der Ubuntu-CD bootete ich den Computer und wählte beim Prompt server-expert. Das bewirkt, dass nur die nötigsten Softwarepakete installiert werden und dass man die Kontrolle über viele Installationsdetails behält. Die Hardware wurde richtig erkannt, die Installation verlief reibungslos. Auf der Festplatte richtete der Installer diese Partitionen ein: Root mit knapp 7 GB, Swap mit 3 GB (scheint mir bei 1 GB Hauptspeicher etwas viel) und home mit dem restlichen Speicherplatz. Da ich bei Bedarf eine grafische Oberfläche starten möchte (z.B. um per Synaptic Software zu installieren), musste ich diese nachinstallieren. Dies klappte erst, nachdem ich im Internet recherchiert hatte: x-window-system-core und xserver-common mussten per apt-get install installiert werden. Als Windowmanager wählte ich Fluxbox, da er schnell startet und wenige Ressourcen belegt. Damit Fluxbox nach Eingabe von startx startet, musste ich im Homeverzeichnis die Datei .xsession mit diesem Inhalt anlegen:

#!/bin/bash
export LC_ALL=C
exec fluxbox

Weite Pakete, die ich installierte: xterminal (damit Programme aus dem Fluxbox-Menü gestartet werden können), Apache2 (Webserver-Frontend für Zope), Postfix (Mailer), mailx (lokale Mails), PosgreSQL (Datenbank).

Da ich den Applikationsserver Zope und den Datenbankadapter Psycopg jeweils aus dem Quellcode übersetze, musste ich noch build-essential inkl. gcc installieren.

Den neuen Webserver konnte ich gestern Abend in Betrieb nehmen. Besucher meiner Homepage sollten keine Veränderung wahrnehmen, was durchaus gewollt ist. Weitere kleinere Anpassungen und Einstellungen am Server sind noch durchzuführen, der regelmässige Unterhalt des Systems (Updates und Sicherheitspatches installieren) beschränkt sich auf folgende zwei Befehle:

apt-get update
apt-get upgrade

Siehe auch in diesem Blog: Ubuntu-Linux

Siehe auch Interview mit Ubuntu-Initiator Mark Shuttleworth auf heise open

Siehe auch Ubuntu Linux auf dem Weg ins Unternehmen

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Es ist lobenswert, dass TV-Sender wie SFDRS alte Sendungen im Internet bereit halten, damit man sie nochmals gucken kann, wenn man sie verpasst hat.

Hält man einen Filmbeitrag für so wichtig, dass man ihn speichern will (wer weiss schon, wie lange dieser online verfügbar bleiben wird), werden einem leider Steine in den Weg gelegt. Gewöhnlich werden diese Sendungen nämlich im Real Media-Format gestreamt, also direkt aus dem Internet abgespielt. Es ist nicht vorgesehen, das per Streaming erhaltene Video zu speichern - das geht nur mit Tricks. Eines der wenigen Windows-Programme, die das können, ist StreamBox VCR. Es ist kostenlos und wird nicht mehr weiter entwickelt. Auf einschlägigen Webseiten lässt es sich nach wie vor herunter laden (nach StreamboxVcrSuite2.exe suchen).

So geht's: Beim Klicken auf einen Film-Link wird der Film meist sofort abgespielt. Um das zu verhindern, klicken wir einfach mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen 'Ziel speichern unter...'. Wir erhalten eine kurze Datei mit der Endung .rm (Real Media). Diese mit einem beliebigen Texteditor öffnen und die Zeile, die mit rtsp:// beginnt, in die Zwischenablage kopieren. Dann aus der Streambox-Suite vcr_31smfplus.exe oder vcr_31turbo.exe starten (ausprobieren, welche Programmversion besser funktioniert), aufs Pluszeichen klicken und die kopierte Zeile im Feld Location einfügen. Wichtig: Bei Connection/Bandwith T1 LAN auswählen, um den Film in höchstmöglicher Qualität zu erhalten.

Zum Abspielen verwende ich nicht den RealPlayer von real.com, denn der ist mit Werbung und unnötigen Funktionen überladen und versucht angeblich, das Benutzerverhalten auszuspionieren (siehe auch Wikipedia zum Thema Spyware). Ich empfehle Real Alternative, der alle nötigen Komponenten mitbringt, um RealAudio, RealMedia usw. abzuspielen. Es gibt sogar eine Erweiterung, die es Winamp (meine bevorzugte Musikabspielsoftware) erlaubt, Real-Formate abzuspielen.

Unter Linux gibt es übrigens eine überraschend einfache Lösung, um Streams zu speichern:

mplayer -noframedrop -dumpfile out.rm -dumpstream rtsp:...

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Ubuntu-Linux 09.04.2005

linux Seit gestern ist Ubuntu-Linux in der zweiten Version verfügbar.

Ubuntu wurde innert kurzer Zeit zu einer der beliebtesten Linux-Distributionen. Sie überzeugt mit einer sehr einfachen Installation, einer ausgezeichneten Hardware-Erkennung und einer komfortablen, auf den Endbenutzer ausgerichteten deutschsprachigen Bedieneroberfläche.

Ich hatte schon die erste Version ausprobiert und war begeistert. Die neue Version habe ich schon herunter geladen und werde sie bei Gelegenheit testen.

Linux wird je länger je mehr zur bedrohlichen Konkurrenz für Windows. Bereits heute würde ich einem Benutzer, der keine konkreten Ansprüche an spezielle Software stellt, zur einer Linux-Distribution wie Ubuntu raten. Vorteile:

Bei Fragen zu Ubuntu stehen die deutschsprachigen Foren von Ubuntuusers zur Verfügung.

Die neue Ubuntu-Version lässt sich kostenlos herunter laden. Danach muss sie noch auf eine CD gebrannt werden. Die CD ist bootfähig, der Computer lässt sich also damit starten, wonach die Installation weitgehend selbsterklärend abläuft.

Zum Ausprobieren lässt sich auch eine direkt ab CD lauffähige Version beziehen, die an der Festplatte keinerlei Aenderungen vornimmt.

Details und Downloadmöglichkeit: Heise-Artikel

Update

Ein interessanter Artikel zu Ubuntu-Linux findet sich im Spiegel.

Siehe auch in diesem Blog: Ubuntu-Webserver

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