Kategorie Schweiz (21 Artikel)
Die Frage, ob das eigene Stammrestaurant bei der Lebensmittelkontrolle gut abgeschnitten hat, lässt sich endlich beantworten. Seit dem 1. Oktober 2008 ist nämlich das neue Informations- und Datenschutzgesetz (IDG) in Kraft, im Wortlaut abrufbar beim Datenschutzbeauftragten (DSB).
Der Tages-Anzeiger schreibt in der gestrigen Ausgabe folgendes:
Dokumente von Kanton und Gemeinden, die bisher unter Verschluss blieben, sind jetzt öffentlich zugänglich. Gläsern ist die Verwaltung deswegen noch lange nicht.
Es wird die Frage aufgeworfen, ob ein Gast erfahren darf/kann, ob die Lebensmittelkontrolle seine Stammbeiz beanstandet hat. Der Tagi schreibt weiter dazu:
Im Prinzip spreche nichts dagegen, diese Information über ein bestimmtes Restaurant weiterzugeben, sagt Karl Stengel, ehemaliger Datenschutzbeauftragter der Stadt Winterthur. Der betroffene Wirt müsse aber Gelegenheit erhalten, zu den Beanstandungen Stellung zu nehmen.
Diese Auskunft finde ich allerdings etwas vage - das neue Gesetz muss sich wohl noch der Praxis bzw. der Rechtsprechung stellen.
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Auch ich habe die E-Mail erhalten, in der R.H. scheinbar mit erweitertem Selbstmord droht. Eine kurze Online-Recherche ergab, dass abuse.ch, der Vor- und Nachname sowie die angegebene Adresse in Wallisellen zusammen passen, also plausibel sind.
Gegen die Echtheit der E-Mail sprach, dass sie von einem ausländischen Server versendet wurde. Ausserdem enthält sie keine Umlaute und viele Rechtschreibfehler.
In der Presse war zu lesen, dass die Polizei R.H. noch in der selben Nacht aus dem Bett holte. Der wusste von nichts. Vermutlich stecken russische Internet-Kriminelle hinter der E-Mail, die sich dafür rächen wollen, dass R.H. auf abuse.ch deren Machenschaften im Bereich SPAM- und Trojaner-Mails aufdeckt.
Ich hoffe, R.H. lässt sich nicht einschüchtern und bringt seine umfangreichen Informationen bald wieder online. abuse.ch sollte auf jeden Fall im Auge behalten werden.
Links zum Thema:
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Nach den Flugbewegungen sind nun auch Bewegungen der Schweizer Eisenbahn im Internet zu beobachten: Swiss Trains.
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In der Pendlerzeitung 20 Minuten war gestern der Rechtsextremismus in der Schweiz Thema.
Zuerst die Theorie: Als rechtsextrem gilt, wer
- der Meinung ist, dass nicht alle Menschen die gleichen Rechte haben sollen
- bereit ist, seine Ziele mit Gewalt durchzusetzen
Fakten:
- Es handelt sich meistens um junge Männer zwischen 16 und 25 Jahren.
- Es gibt verschiedene verfeindete Gruppierungen in der rechtsextremen Szene.
- Ein Austritt aus der Szene ist problemlos möglich.
Eine Nationalfonds-Studie fand mögliche Gründe für die Entstehung des Rechtsextremismus heraus:
- Jugendliche übernehmen politisch rechte Einstellungen von Eltern/Grosseltern.
- Die Erfahrung von Ohnmacht gegenüber Gewalt innerhalb der Familie.
- Der Gefühl, von den Erwachsenen nicht genügend wahrgenommen zu werden.
Der Hass und die Gewalt, die von diesen jungen Leuten ausgehen, beschäftigt mich sehr und war mir immer unbegreiflich. Dieser Zeitungsartikel hat in kurzen, prägnanten Sätzen viel zum Verständnis der Szene beigetragen.
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Zwei Informatikstudenten der ZHAW [1] haben eine faszinierende Internetapplikation programmiert: Auf Air Traffic können die Flugbewegungen um den Flughafen Zürich-Kloten in Echtzeit beobachtet werden. Die von einer Antenne auf dem Hochschulgebäude empfangenen Transponderdaten der Flugzeuge werden mit Google Maps dargestellt. Die Karte kann mit der Maus verschoben und verkleinert/vergrössert werden.
Wird ein Flugzeug angeklickt, öffnet sich ein Infofenster mit vielen Details wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Flugzeugtyp, Fluggesellschaft, Flugnummer, Abflug- und Zielflughafen, Abflug- und Ankunftszeit und sogar mit einem Foto genau der Maschine, die gerade in der Luft ist.
Diese Informationsfülle ist nur möglich dank Mashup, also dem Verknüpfen von Informationen aus verschiedenen Datenbanken über standardisierte Schnittstellen. Vorliegende Applikation verwendet Transponderdaten, Kartenmaterial, Flugpläne, Flugzeugtypendatenbanken usw.

Bei obigem Bild handelt es sich um ein animiertes GIF. Nachfolgend zu Dokumentationszwecken für mich selbst und für allfällige interessierte Leser eine Kurzbeschreibung, wie dieses Bild unter Linux entstand.
Als erstes über die bekannten Linux-Mechanismen die Programme scrot, imagemagick und gimp installieren.
Es müssen Screenshots der laufenden Web-Applikation gemacht werden. Mit dem Befehl watch -n 2 scrot wird alle zwei Sekunden der gesamte Bildschirminhalt im aktuellen Ordner als PNG gespeichert.
Folgender Befehl sucht im aktuellen Ordner alle png-Dateien, schneidet (mit dem convert-Befehl von ImageMagick) jeweils einen 500 mal 500 Pixel grossen Bereich ab Position 400,200 aus und speichert die Bilder im Unterordner sub.
find . -maxdepth 1 -iname '*.png' -print0 | xargs -0 -I {} convert -crop 500x500+400+200 {} sub/{}
Dann aus dem Ordner sub das erste Bild mit der rechten Maustaste anklicken und 'Öffnen mit GIMP wählen'. Wieso anschliessend nur der (kariert dargestellte) Alphakanal angezeigt wird, ist mir nicht klar, stört aber nicht weiter. Alle Bilddateien, die animiert werden sollen, markieren und auf das gerade mit Gimp geöffnete Bild ziehen. Evtl. muss jetzt in Gimp noch der Ebenen-Dialog eingeblendet werden (Tastenkombination Strg+L). Die Hintergrund-Ebene kann gelöscht werden. Die Bilder sollten jetzt in ungekehrter Reihenfolge im Ebenendialog aufgelistet sein, was wichtig ist, damit die GIF-Animation anschliessend richtig herum läuft.
Filter-Menü - Animation - Optimieren (für GIF) wählen. Das neu generierte Bild speichern z.B. als animation.gif. Im nächsten Dialog 'Als Animation speichern' wählen und auf Exportieren klicken. Im folgenden Dialog empfehle ich diese Einstellungen: Kumulative Ebenen (Kombinieren), den oben eingegebenen Übergang für alle Einzelbilder verwenden und eine Pause zwischen Einzelbildern (also die Animationsgeschwindigkeit) nach Bedarf. Das wär's!
Das GIF-Format eignet sich übrigens nicht für Fotos, sondern (da es nur 256 verschiedene Farben enthalten kann) am besten für schematische Darstellungen wie die gezeigte Landkarte.
(Firefox zeigt oben nur ein statisches Bild? about:config in der Adresszeile eingeben und image.animation_mode auf normal zurück setzen.)
| [1] | Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur |
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