Kategorie Software (27 Artikel)
Das Display meines altbewährten Psion 5mx ist defekt. Eine Reparatur wollte ich nicht mehr vornehmen, da es längstens Zeit war, auf ein modernes Gerät zu wechseln.
Ich habe mich für ein Nokia Internet Tablet N810 (kurz NIT) entschieden.
Die gewaltigen technischen Fortschritte, die zwischen dem Psion und dem N810 liegen, verdeutlicht folgende Tabelle:
| Beschreibung | Psion 5mx | Nokia N810 |
|---|---|---|
| Baujahr | 1999 - 2002 | 2007 |
| Hauptspeicher | 16 MB | 128 MB |
| Prozessor-Takt | 36 MHz | 400 MHz |
| Bildschirmpixel | 640 x 240 | 800 x 480 |
| Bildschirmfarben | 16 Graustufen | 65000 Farben |
| Abmessungen | 172x89x24 mm | 128x72x14 mm |
| Gewicht | 365 g | 226 g |
| Laufzeit | 25 h | 4 - 10 h |
| Betriebssystem | Psion EPOC | Linux Maemo |
Der 5mx kann nur in wenigen Disziplinen punkten: Tastatur (das N810 hat wegen den kompakteren Massen weniger und kleinere Tasten), die Agenda, die Buchhaltungssoftware Money (Money ist allerdings kommerzielle Zusatzsoftware) und natürlich bei der Batterielaufzeit.
Das N810 integriert weitere Technologien, die der 5mx noch nicht kannte: USB 2.0, Bluetooth, WLAN, GPS, Kamera.
Die Vorteile, die ein offenes Betriebssystem wie Linux bietet (Maemo für das N810 basiert auf Debian-Linux), sind augenscheinlich:
Es ist einfach, Maemo zu verbessern und bestehende Debian-Pakete sowie Linux-Tools können mit recht wenig Aufwand nach Maemo portiert werden - ich war sehr erstaunt und erfreut, dass viele Programme, die ich auf dem N810 ausprobierte, auch auf meinem Ubuntu-PC verfügbar sind (Ubuntu ist auch Debian-basierend). Portable Software ist für mich besonders wichtig: Falls das N810 ausfallen sollte, kann ich mit den bestehenden Daten ab Backup auf dem PC weiter arbeiten. Beispiele für portierte Software: Gnumeric Spreadsheet, GPE-Calendar, GPE-Contacts, Maemopad+, Evince PDF-Reader, FBReader (E-Books), Xournal, NoteCase, MPlayer usw.
Maemo profitiert auch von der Vorarbeit, die unzählige Linux-Entwickler im Bereich Multimedia geleistet haben: Die meisten Videoformate können auf dem N810 abgespielt werden, auch Streaming übers Netz ist möglich.
Eine Notiz am Rande: Ich habe auch Nokias Betriebssystem S60 (z.B. Nokia N73) ausprobiert. Dies ist massivst abgeschottet, so dass man als Gelegenheitsentwickler kaum eine Chance hat, brauchbare Software zu entwickeln. So benötigt jeder, der Software entwickeln und diese dann anderen zur Verfügung stellen will, ein kostenpflichtiges Zertifikat von Nokia, das zum Signieren der Software dient. Programmfunktionen, die tief ins System eingreifen, können nur mit Einwilligung von Nokia genutzt werden, manche werden überhaupt nicht freigegeben.
Momentan bin ich am Ausprobieren der vielen Möglichkeiten des N810. Weitere Informationen liefere ich später in diesem Blog.
Abschliessend möchte ich noch auf die Grösse hinweisen. Unter einem 'Internet Tablet' stellte ich mir ein wesentlich grösseres Gerät vor, als es das N810 ist, bis ich es in der Hand hielt. Es findet sogar in der Gesässtasche der Jeans Platz. Folgendes Foto illustriert die Grössenverhältnisse - das N810 und der Psion wurden auf einem A4-Blatt platziert.

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Ein richtiger Geek hat nicht nur eine Mousepad-Sammlung, sondern kann auch diverse USB-Sticks sein Eigen nennen.
Ich habe meine Sammlung fotografiert und jeden Stick mit Text versehen, der erscheint, wenn man mit der Maus darüber fährt.
Aufgeschreckt durch Berichte über gefälschte USB-Sticks habe ich meine Sticks mit dem Windows-Programm h2testw getestet. Drei wiesen Fehler beim Lesen der Daten auf. Besonders dreist ist der Fall beim in Leder eingebundenen Stick: Er meldet eine Kapazität von 2 GB und schreibt diese auch anstandslos. Werden nicht mehr als 1 GB Daten geschrieben, können diese wieder gelesen werden. Wehe aber, wenn man mehr als die Hälfte des Sticks vollschreibt: Diese Daten landen im Nirvana - das merkt man aber erst, wenn man wieder auf die Daten zugreifen will.
Mein Fazit, nach eigenen Erfahrungen und nach Berichten aus Online-Medien: Besonders gross ist die Gefahr, einen defekten/gefälschten USB-Stick zu erstehen, wenn man bei einem Super-Mega-Billig-Angebot zugreift, wenn es kein Markenhersteller ist bzw. der Stick unbeschriftet ist und wenn die Schreibrate sehr schlecht ist (weniger als 3 MB/s). Letzteres kann man leider erst nach dem Kauf feststellen.
Weiterführende Informationen:
- Datenverluste durch manipulierte USB-Sticks
- Emtec kündigt Austausch fehlerhafter USB-Sticks an
- Manipulierte USB-Sticks: Das Schwarzer-Peter-Spiel
- Wie massenhaft fehlerhafte USB-Sticks in den Handel geraten
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Problemstellung
Meine digitale Kompaktkamera (Canon IXUS 55) produziert qualitativ gute Videos. Da die Videos im Motion JPEG-Format (MJPEG) gespeichert werden, benötigen sie recht viel Speicherplatz. Gesucht ist ein Linux-Werkzeug, um diese Videos in ein etabliertes, kompakteres Video-Format umzuwandeln.
Lösungsansätze
Es bietet sich das MPEG-2-Format an, dass auch bei DVD verwendet wird. Die Kompressionsrate von MPEG-2 ist besser als MJPEG (aber schlechter als MPEG-4) und es gibt Videobearbeitungssoftware, die MPEG-2 direkt ohne vorherige Umwandlung bearbeiten kann. MPEG-2 ist weit verbreitet - so kann z.B. mein Philips LCD-Fernseher dieses Format ab einer USB-Festplatte abspielen.
Als erstes versuchte ich das Linux-Tool Avidemux. Es bietet eine komfortable Benutzeroberfläche, hat aber meines Erachtens für die Umwandlung nach MPEG-2/DVD bereits zu viele Optionen. Ausserdem sind viele Mausklicks notwendig, bis die Umwandlung endlich stattfinden kann. Mir schwebte eher etwas skriptgesteuertes vor.
Nächster Versuch: ffmpeg. Dies wird aus der Linux-Shell bedient, hat aber etwa 100 Optionen. Der Absteller...
Lösung
Der Befehl movie-to-dvd aus dem Paket videotrans (http://videotrans.sourceforge.net/). Dieses intelligente Werkzeug wählt selbst sinnvolle Einstellungen, so dass folgender Befehl genügt:
movie-to-dvd -m pal -M film.avi
Es resultiert ein MPEG-2-Film mit etwa 60 % Platzersparnis gegenüber MJPEG.
Um es ganz komfortabel zu machen, habe ich ein kleines Skript geschrieben. Da ich es aus technischen Gründen im Weblog nicht korrekt darstellen kann, habe ich das Skript hier bereit gestellt: video2mpeg. Unter Ubuntu sollte das Skript im Homeverzeichnis unter .gnome2/nautilus-scripts gespeichert und ausführbar gemacht werden. Anschliessend können im Dateimanager Nautilus mehrere Filme markiert und mit Rechtsklick - Skripte umgewandelt werden.
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Obiger 2D-Barcode beinhaltet einen weisen Spruch. Ein Kamera-Handy mit entsprechender Software kann diesen Code, auch Tag genannt, fotografieren und den darin enthaltenen Code entschlüsseln. Wozu das gut sein soll? Stichwort 'Physical World Connection' (PWC). Tags verlinken sozusagen die physische Welt mit der digitalen Welt. Die Tags lassen sich überall aufdrucken. Beispiele:
- Zusatzinfos zu einem gekauften Produkt online abrufen, ohne erst den PC starten und eine URL eingeben zu müssen.
- Aufdruck auf Visitenkarten, damit der Geschäftspartner die Kontaktdaten nicht abtippen muss - fotografieren genügt.
- Tags in der Zeitung, um vertiefende Informationen zu einem Artikel im Internet abzurufen.
Ein neuer Trend bahnt sich hier an - in Japan ist es längst üblich, die Tags an allen möglichen (und unmöglichen) Orten anzubringen. Auf folgender Seite sind weitere Anwendungsbereiche beschrieben: mobile-tagging. Auch barcodeblogger hat interessante Artikel zum Thema.
Es kann aber auch sinnvoll sein, ein Tag vom PC-Bildschirm abzufotografieren: Das Firefox-Add-On Mobile Barcoder setzt die URL der gerade angzeigten Seite in einen Barcode um und zeigt diesen an. Ich nutze dies, wenn ich mit dem Handy eine Internet-Seite abrufen will (z.B. für einen Programmdownload). Den Code zu fotografieren geht schneller, als die URL auf der winzigen Handy-Tastatur einzutippen.
Mit einem Online-Service von Kaywa können QR-Codes auch selbst generiert werden. Das Eingabefeld akzeptiert bis zu 250 Zeichen lange Texte. Gemäss Wikipedia beträgt die Kapazität der QR-Codes allerdings etwa 4 KB. Praktisch ist auch die Möglichkeit, eine SMS über diesen Dienst zu erstellen: Die Empfängernummer und den Text am PC erfassen, mit dem Handy scannen und Senden anwählen.
Nun zur Software, die das Handy erst befähigt, die Tags zu entschlüsseln: Auf meinem Nokia N73 habe ich I-Nigma und Kaywa Reader installiert.
I-Nigma benötigt leider einige Sekunden zum Aufstarten, was nerven kann, wenn man es eilig hat (z.B. Fahrplanabfrage). Der Kaywa Reader startet schnell, disqualifiziert sich aber meiner Meinung nach bei Tags, die eine URL enthalten: Die decodierte URL wird angezeigt - wählt man dann 'Website besuchen', wird zuerst eine Kaywa-Seite abgerufen, die dann wiederum einen Link auf die gewünschte Seite enthält. Dies ist einerseits datenschutzrechtlich bedenklich, da diese Firma alle 'vertagten' URLs speichern kann und andererseits entstehen mir durch den Abruf der unerwünschten Kaywa-Seite zusätzliche Mobilfunkkosten.
Abgesehen von den erwähnten kleinen Vorbehalten kann ich sowohl I-Nigma als auch Kaywa Reader empfehlen. Das Decodieren der Tags geschieht bei beiden Programmen unglaublich schnell: Meist muss man mit der Kamera ein Tag nur grob anvisieren, um ein Ergebnis zu erhalten - der Kameraauslöser muss nicht betätigt werden!
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Manchmal häufen sich bestimmte Dinge. So ist mir der Begriff versus (auch bekannt als vs/kontra/gegen) innert kürzester Zeit dreimal begegnet. Im Englischen kommt dieser Begriff wesentlich öfter vor als im Deutschen (Google: 77'800'000 vs. 2'000'000 Treffer). Ein weiterer Anglizismus, der die deutsche Sprache bedroht!
Politik: Heimatschutz versus Naturschutz
Maurer vs. Diener: Wer wird es in den Ständerat schaffen?
Betriebssysteme: Mac OS X versus Windows Vista
Vista ist nicht so erfolgreich, wie sich das Microsoft wünschte. Wandern die Leute nun ab zum Mac?
Film: Alien versus Predator
Zwei verschiedene ausserirdische Rassen bekämpfen sich auf der Erde. Wer wird gewinnen?
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