Kategorie Software (27 Artikel)


Den Heim-PC vom Büro aus fernsteuern, als ob man davor sitzen würde, und das erst noch über eine gesicherte (verschlüsselte) Übertragung? Dies klappt erstaunlich gut mit NX von der Firma NoMachine.

Mein Ziel war es, mit dem Windows XP-PC im Büro (Client) auf den unter Ubuntu 7.04 32bit (Feisty) laufenden PC zuhause (Server) zuzugreifen.

Vorteile von NX gegenüber anderen Protokollen wie VNC oder RDP:

Einrichten auf dem Server (nachfolgend Heim-PC genannt)

Einrichten auf dem Client (nachfolgend Büro-PC genannt)

Erweiterung 1

Falls auf dem Heim-PC gerade ein Familienmitglied, sagen wir die Ehefrau, eingeloggt ist, kann sogar auf ihre Sitzung zugegriffen werden (sofern sie per Mausklick zustimmt!).

Erweiterung 2

Ich habe einen weiteren PC (nachfolgend Computer genannt) im Heimnetzwerk und möchte ab und zu auch auf diesen zugreifen. Er soll aber nicht dauernd laufen, um Strom zu sparen. Das geht mit Wake on LAN (WOL):

Fazit

Eine ADSL-Leitung ist heute genug schnell, um eine grafische Benutzeroberfläche übers Internet fernbedienen zu können. NX bietet sich an, weil es einfach zu installieren und kostenlos ist.

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Einige der grössten Fehler, die unerfahrene Computernutzer begehen können:

Bitte ergänzen...

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Der kostenlose E-Mail-Dienst von Google bietet momentan 2,8 GB Speicherplatz für Mails. Wie man diesen Speicher für Backup-Zwecke nutzt, möchte ich hier beschreiben:

Als erstes ist auf gmail.com (googlemail.com für Deutsche) ein Mailkonto einzurichten. Ein bestehendes Konto zu nehmen, empfiehlt sich nicht, da Mails und Backupdaten aus praktischen Gründen besser getrennt sein sollten.

Dann Gspace für Firefox installieren. Mit diesem Add-on kann man bequem Dateien ins Mailkonto hochladen und von jedem beliebigen Computer mit Internetzugang wieder herunterladen. Denkbar wäre, seine Musik- oder Bildersammlung auf diese Weise zu sichern oder Freunden zur Verfügung zu stellen. Achtung, hochzuladende Dateien dürfen höchstens 20 MB gross sein. Da Gspace mehrere Mailkonten verwalten kann, lässt sich der Speicherplatz für die Backups jederzeit erweitern.

Nun zu einem heiklen Punkt, der Privatsphäre: Die Firma Google ist für ihren grossen Datenhunger bekannt - sie möchte am liebsten alles über den Nutzer ihrer Dienste wissen und gibt auch zu, dass die Mails automatisiert durchsucht werden, um dann persönliche Werbung einzublenden. Die Speicherkapazität, über die diese Firma verfügt, ist unheimlich: Man kann davon ausgehen, dass von den Benutzern der Google-Dienste detaillierte Nutzungsprofile erstellt werden und diese quasi ewig gespeichert bleiben.

Ich rate deshalb dazu, keinen realen Namen bei der Anmeldung für das hier beschriebene Backup-Konto zu verwenden und die Dateien vor dem Hochladen zu verschlüsseln. Meine Recherche hat zwei Werkzeuge ergeben, die klein sind, eine hohe Sicherheit bieten, im Quelltext verfügbar und plattformübergreifend (getestet: Linux und Windows) nutzbar sind:

Bork file encrypter: Ein kleines und hochportables Programm, das auf jedem System läuft, für das eine Java-Umgebung existiert.

Bcrypt: Dieses kleine Programm nutzt den bewährten Blowfish-Verschlüsselungsalgorithmus. Besonderheiten: Es komprimiert die Dateien vor dem Verschlüsseln und kann die Quelldaten durch mehrfaches Ueberschreiben sicher löschen.

Ein Warnung zum Schluss: Angeblich wird ein nicht verwendetes Google-Mailkonto nach 9 Monaten gelöscht, man sollte also ab und zu einloggen...

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Der Hauptgrund für die Anschaffung des neuen PC war, mich intensiv mit Linux zu beschäftigen und die Virtualisierungstechniken auszuprobieren. Beim Kauf habe ich darauf geachtet, dass der Prozessor 64 Bit-fähig ist und Hardwarevirtualisierung unterstützt. Beides ist beim Intel Core 2 Duo E6400 der Fall.

Bei der Virtualisierung geht es vereinfacht gesagt darum, innerhalb eines Betriebssystems weitere Betriebssysteme auszuführen. So kann beispielsweise Linux in einem Fenster auf dem Windows-Desktop laufen oder umgekehrt.

Intel implementierte die Virtualisierungstechnik unter dem Namen Intel VT (auch Vanderpool) und AMD unter dem Namen AMD-V (auch Pacifica).

Als Host wird das Basisbetriebssystem bezeichnet. Virtualisierte Systeme nennt man Gäste. Ein Gastsystem kann entweder para- oder hardwarevirtualisiert laufen:

Ich konzentriere mich bei meinen Tests auf HVM, da ich so praktisch beliebige Betriebssysteme von Grund auf, unmodifiziert, installieren kann.

Siehe auch: Vergleich der verschiedenen Virtualisierungslösungen.

Installation Basissystem

Ubuntu-Linux 6.10 (Edgy Eft) Server 64 bit liess sich problemlos installieren. X-Server und Gnome installierte ich nach, da ich auf eine grafische Oberfläche nicht verzichtet will.

Den Treiber für die Grafikkarte lud ich von nvidia.com herunter. Nach dem leider für jeden Kernel unumgänglichen Kompiliervorgang (solange Nvidia den Quellcode nicht freigibt) lässt sich mit nvidia-settings der Konfigurationsdialog aufrufen, wo auch mehrere Bildschirme konfiguriert und die Temperatur der Karte angezeigt werden können. Um den Grafikkartentreiber zu ändern, muss übrigens nur eine einzige Zeile in /etc/X11/xorg.conf angepasst werden. Nach der Zeile 'Device' einfach bei 'Driver' den Wert 'vesa' (läuft immer, sehr langsam), 'nv' (Open Source-Treiber für Nvidia-Grafikkarten) oder 'nvidia' eingeben. Nur letzterer bietet 3D-Beschleunigung.

Die Unterstützung für Virtualisierung musste ich im BIOS erst aktivieren. Wichtig: Computer danach aus- und wieder einschalten. Ein Warmstart des PC genügt nicht.

XEN 3.0.3

XEN ist in aller Munde, umfassend, aber leider auch sehr komplex. XEN benötigt einen speziellen Kernel für den Host, unter dessen Regie die Gastsysteme laufen. Dieser Kernel lässt sich unter Ubuntu schnell installieren, muss dann aber manuell ins Grub-Bootmenü eingetragen werden. Der Computer kann dann wahlweise mit dem normalen oder dem XEN-Kernel starten. Unglücklicherweise führte der von Ubuntu angebotene XEN-Kernel 2.6.17 auf meinem System zu einem Kernel-Panic und der ältere XEN-Kernel mit Version 2.6.16-11 machte auf meiner brandneuen Hardware Probleme: Den Netzwerkkartentreiber musste ich selber kompilieren, ausserdem erkennt der XEN-Kernel die beiden CD-Laufwerke nicht.

Die beschriebenen Probleme kosteten mich einige Stunden Arbeit und trotzdem waren noch nicht alle Vorbereitungen erledigt. Ich fand, dass es auch einfacher gehen müsste, verliess die XEN-Baustelle und wandte mich KVM zu, siehe nächster Abschnitt.

KVM Version 13

Diese Virtualisierungslösung basiert auf QEMU und benötigt einen Prozessor mit Hardwarevirtualisierungsfunktionen. Im Gegensatz zu XEN kann KVM unter dem Ubuntu-Standardkernel kompiliert werden und lässt sich dann als Modul laden, ohne dass der Host zu irgend einem Zeitpunkt neu gestartet werden müsste.

Es dauerte nicht einmal einen Abend, um KVM zu übersetzen und Windows XP als Gast zu installieren.

Die erstaunlich kurze Beschreibung zur Installation vom KVM befindet sich hier: http://kvm.qumranet.com/kvmwiki/HOWTO.

Ergänzungen zum Howto: Es ist etwas ungenau beschreiben, was zu installieren ist: gcc-3.4, libsdl1.2debian, libsdl1.2-dev, zlib1g, zlib1g-dev, alsa-base, alsa-utils, libuuid1, uuid-dev.

Punkt 1 (KVM übersetzen und Modul laden):

Punkt 2 (Datei generieren, welche als virtuelle Festplatte dient):

Punkt 3 (Windows als Gast installieren):

Punkt 4 (Gast starten):

Damit das virtuelle Windows automatisch via DHCP eine IP-Adresse von meinem ADSL-Router beziehen kann, muss vorgängig auf dem Linux-Host eine Bridge gemäss Anleitung auf http://kidsquid.com/cgi-bin/moin.cgi/bridge eingerichtet werden:

#!/bin/sh
sudo /sbin/ifconfig $1 0.0.0.0 promisc up
sudo /usr/sbin/brctl addif br0 $1

Der Gast muss danach mit zusätzlichen Parametern gestartet werden: -net nic,vlan=0 -net tap,vlan=0

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Gedankenkarten 22.01.2007

Mit Gedankenkarten, besser bekannt als Mindmaps kann man Gedanken und Ideen in einer grafischen Struktur darstellen.

Freemind ist, wie der Name schon sagt, kostenlos. Es ist in Java geschrieben und daher unter Windows, Linux und Mac lauffähig. Auch wenn Java-Programmen der Ruf anhaftet, langsam und unkomfortabel zu sein, dieses Programm beweist das Gegenteil. Die Bedienung per Maus oder Tastatur ist eine Freude, die verschiedenen Elemente können ähnlich einem Vektorgrafikprogramm jederzeit umplatziert werden.

Siehe auch: Wikipedia-Artikel zu Freemind.

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