Kategorie Video (11 Artikel)
Problemstellung
Meine digitale Kompaktkamera (Canon IXUS 55) produziert qualitativ gute Videos. Da die Videos im Motion JPEG-Format (MJPEG) gespeichert werden, benötigen sie recht viel Speicherplatz. Gesucht ist ein Linux-Werkzeug, um diese Videos in ein etabliertes, kompakteres Video-Format umzuwandeln.
Lösungsansätze
Es bietet sich das MPEG-2-Format an, dass auch bei DVD verwendet wird. Die Kompressionsrate von MPEG-2 ist besser als MJPEG (aber schlechter als MPEG-4) und es gibt Videobearbeitungssoftware, die MPEG-2 direkt ohne vorherige Umwandlung bearbeiten kann. MPEG-2 ist weit verbreitet - so kann z.B. mein Philips LCD-Fernseher dieses Format ab einer USB-Festplatte abspielen.
Als erstes versuchte ich das Linux-Tool Avidemux. Es bietet eine komfortable Benutzeroberfläche, hat aber meines Erachtens für die Umwandlung nach MPEG-2/DVD bereits zu viele Optionen. Ausserdem sind viele Mausklicks notwendig, bis die Umwandlung endlich stattfinden kann. Mir schwebte eher etwas skriptgesteuertes vor.
Nächster Versuch: ffmpeg. Dies wird aus der Linux-Shell bedient, hat aber etwa 100 Optionen. Der Absteller...
Lösung
Der Befehl movie-to-dvd aus dem Paket videotrans (http://videotrans.sourceforge.net/). Dieses intelligente Werkzeug wählt selbst sinnvolle Einstellungen, so dass folgender Befehl genügt:
movie-to-dvd -m pal -M film.avi
Es resultiert ein MPEG-2-Film mit etwa 60 % Platzersparnis gegenüber MJPEG.
Um es ganz komfortabel zu machen, habe ich ein kleines Skript geschrieben. Da ich es aus technischen Gründen im Weblog nicht korrekt darstellen kann, habe ich das Skript hier bereit gestellt: video2mpeg. Unter Ubuntu sollte das Skript im Homeverzeichnis unter .gnome2/nautilus-scripts gespeichert und ausführbar gemacht werden. Anschliessend können im Dateimanager Nautilus mehrere Filme markiert und mit Rechtsklick - Skripte umgewandelt werden.
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Live-TV übers Internet in beeindruckender Qualität bietet Zattoo. Zur Zeit können per Mausklick 21 Kanäle angewählt werden, davon sieben aus der Scheiz und acht aus Deutschland. Momentan ist Zattoo nur in der Schweiz verfügbar. Und jetzt das Beste: Der Dienst ist bis auf weiteres kostenlos, da er sich in der Betaphase befindet.
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Viele werden youtube.com schon kennen, wo man kostenlos seine Videos publizieren kann. Etwas schade fand ich, dass man die dort angebotenen Videos nur anschauen, aber nicht speichern kann.
Hier springt der Dienst von keepvid.com in die Bresche: Adresse des Films angeben, Youtube anwählen und auf Download klicken. Nach einer Weile wird der Downloadlink angegeben. Nach dem Herunterladen die Datei mit der Dateiendung .flv benennen. Abspielen kann man den Film z.B. mit Super, einem Programm, dass ich schon früher beschrieben habe.
Konkret ging es um den Ding Dong Song von Günther and The Sunshine Girls, dem mit lustigen Mienen und Grimassen ein neues Video aufgedrückt wird.
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Kürzlich hat mir ein Freund ein paar Filme im XviD-Format auf CD gegeben. Leider kann unser Abspielgerät im Wohnzimmer dieses Format nicht abspielen und den Film auf dem PC gucken ist irgendwie unkomfortabel. Nachfolgend der Kurzbeschrieb, um eine standardkonforme Video-DVD zu erzeugen. Vorgabe: Indem Freeware und Open Source-Software verwendet wird, sollen keine Kosten entstehen und wir brauchen keine rechtlich bedenkliche (gehackte) Software einzusetzen.
Zutaten
- DVD-Brenner
- Brennsoftware (dem Brenner beiliegend), in meinem Fall Nero Express 6 SE
- SUPER Version 2006.build.19 oder neuer (Freeware)
- DVDStyler 1.5b5 oder neuer (Open Source)
- Man leihe sich einen Film ;-) Format: Avi, XviD, DivX usw.
VOB generieren mit SUPER
Im Programmfenster von SUPER kann mit der rechten Maustaste ein umfangreiches Einstellungsmenü aufgerufen werden. Interessant sind z.B. 'Stay On Top Of All' und 'Specify The Output Folder Destination'. Den Film aufs Programmfenster ziehen. Output Container: vob DVD Compliant (MPEG-II, AC3 und mencoder werden anschliessend automatisch angewählt).
Doppelklick auf die Zeile mit dem Dateinamen: es öffnet sich ein Fenster mit der Dateianalyse. Video-Einstellungen kontrollieren:
- Frames/Sec: So einstellen wie im Analysefenster (Europa 25 fps, USA 29.97 fps).
- Aspect Ratio: Entsprechend der Analyse einstellen, meist 16:9, 5:4 oder 4:3. Der Film wird verzerrt, wenn diese Einstellung nicht stimmt.
- Bitrate: Die Videobitrate des Quellfilms ablesen und grosszügig aufrunden: Ein auf CD vorliegender Film (700 MB) wird auch nach der Umwandlung mit 4000 kbps noch keine DVD (4,7 GB) füllen.
- Die Videogrösse kann meist auf 720x576 belassen werden, auch wenn der Film andere Proportionen aufweist.
Die Audio-Einstellungen (48000 KHz, 2 Kanäle, 384 kbps) brauchen nicht geändert zu werden.
Für einen ersten Test muss nicht der ganze Film umgewandelt werden (was schon mal ein paar Stunden dauern kann): Auf Other Opts klicken und 'Encode only for a duration of 60 sec' anwählen. Ein Klick auf Encode startet den Umwandlungsprozess. Es empfiehlt sich, die fertige VOB-Datei schon auf dem PC probezuschauen - ich verwende dafür PowerDVD. Es ist darauf zu achten, dass die Schauspieler nicht verzerrt dargestellt werden, dass der Film keine Aussetzer oder Hänger hat und dass Ton und Bild synchron ablaufen.
Weiterverarbeitung der VOB-Datei mit DVDStyler
Die VOB-Datei auf den unteren Bereich des Programmfensters von DVDStyler ziehen. Doppelklick auf Menü 1, dann Vorbefehle: jump title 1 auswählen. Damit wird der Film nach dem Einlegen der DVD sofort gestartet. Dateimenü, brennen DVD, nur generieren, Start. Die Umwandlung in die DVD-Struktur nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.
Brennen mit Nero
Im Nero-Brennprogramm DVD-Video-Dateien brennen wählen und die beiden Ordner VIDEO_TS und AUDIO_TS aufs Programmfenster ziehen.
Fertig!
Was noch schief gehen kann:
- Der DVD-Player im Wohnzimmer kann die selbst gebrannte DVD nicht lesen. Handbuch konsultieren und den korrekten DVD-Typ verwenden: DVD-R, DVD+R, DVD+RW, DVD-RW oder DVD-RAM.
- Der DVD-Player kann die DVD nicht abspielen. Die DVD muss mindestens den Ordner VIDEO_TS enthalten, welcher mindestens folgende Dateien enthalten muss: VIDEO_TS.IFO und VIDEO_TS.VOB.
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Als ich ein Freeware-Tool zum Erzeugen von Flash-Filmen suchte, stiess ich auf SUPER (Simplified Universal Player Encoder + Renderer). Der Name verspricht definitiv nicht zuviel: Innert Minuten war ich in der Lage, meinen Ameisenlöwenfilm vom Xvid- ins Flash-Format umzuwandeln.
Weshalb Flash? Der Flash-Player ist ohnehin auf fast allen PCs installiert. Dem WWW-Reisenden können daher Videos im Browserfenster gezeigt werden, ohne dass dieser eine Zusatzsoftware installieren müsste.
Super kann grundsätzlich alle Filme, die der Windows Media Player (WMP) abspielen kann, in ein anderes Format umwandeln. Unterstützt werden AVI, MOV, MP3, MPEG-4, DVD (VOB), H.264, OGG, SWF, Handy-Filme (3GP) usw. Selbstredend kann SUPER alle diese Formate auch abspielen. Das mühsame Nachinstallieren von Audio- und Video-Codecs dürfte nur noch bei sehr exotischen Filmformaten nötig sein.
Dieses Tool ist für mich die Entdeckung des Monats - sehr empfehlenswert!
Update 29.04.2006
Siehe auch Filme DVD-konform umwandeln
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